Genthin l Der parteilose Matthias Günther hat in der Stichwahl das Rennen um das Bürgermeisteramt in Genthin für sich entschieden. Mit 52,4 Prozent lag er vor seiner Mitbewerberin Alexandra Adel (47,6), die von der SPD nominiert wurde.

Matthias Günther hat sich in den vergangenen Wochen als parteiloser Bewerber einen Namen gemacht. So wurde er quasi zum Shooting-Star der acht Bewerber am 29. April und setzte seinen Siegeszug in der Stichwahl fort.

Keine Schublade

Die Wähler honorierten es offenbar, dass sich Günther stark als Mann der Wirtschaft definierte, weniger als ein politisch verorteter Bewerber. Er wolle sich nicht in die Schublade einer Partei stecken lassen, hatte er im Vorfeld von sich gesagt.

In den vergangenen Jahren war Günther als Projektmanager viel unterwegs, auch im Ausland. Seine Heimat blieb für ihn Genthin, insbesondere Altenplathow. Hier will er nun Neues wagen. „Mein Ziel ist es, alle Bürger bestmöglich einzubeziehen und für Transparenz in Verwaltung und Rat zu sorgen.“

Besonderes Aufmerken hat er mit dem Vorschlag nach einem „Landkrankenhaus 4.0“ erreicht. Das sei ein vom Fraunhofer-Institut vorgestelltes Konzept, bei dem neueste digitale Technologien und mobile Geräte zum Einsatz kommen. „Genthin könnte sich als Prototyp dafür empfehlen.“

Den bislang eingeschlagenen Sparkurs seines Vorgängers will Günther nicht 1 : 1 fortführen. „Ich werde mir ein eigenes Bild machen und Expertenrat einholen.“