Genthin l Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und lokaler Politik zählten zu den Gästen des dritten Businessabends. Unternehmer Alexander Otto bringt mit der Veranstaltung Vertreter verschiedener Bereiche miteinander in Kontakt.

Netzwerke bilden

„Wir wollen Netzwerke bilden, die unsere Region voranbringen können.“ Daher sei es gut, dass neben den rund 25 Wirtschaftsvertretern auch der Vize-Landrat Thomas Barz und der Bürgermeister der Stadt Genthin Matthias Günther seiner Einladung gefolgt seien.

Als Beispiel für ein erfolgreiches Unternehmen im ländlichen Raum stellte Alexander Otto die Firma TCS vor, in deren Räumen der Abend stattfand. 1995 wurde das Unternehmen von Otto Duffner und dem bereits verstorbenen Joachim Frank gegründet. Seit dem Start mit zwei Mitarbeitern vor 23 Jahren machte die Firma eine rasante Entwicklung durch. Florian Herth, Sohn des Gründers Otto Duffner ist für den Bereich „Marketing“ zuständig und präsentierte einige markante Zahlen.

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Spezialist für Türkommunikation

Laut Herth ist TCS heute einer der führenden Spezialisten für die Tür- und Gebäudekommunikation. Auch Zugangssysteme mit Videotechnik gehören zum Angebot. Die Firma ist nach wie vor in Familienhand und hat derzeit am Hauptsitz in Genthin 140 Mitarbeiter, 340 sind es weltweit. Seit 1999 ist man in der historischen Hanfspinnerei zwischen Elbe-Havel-Kanal und Wasserturm ansässig. Eine Residenz mit Charakter für das Unternehmen, das derzeit vor einem Generationenwechsel steht.

Otto Duffner gibt in absehbarer Zeit die Geschicke des Unternehmens an Florian Herth ab. Über die genauen Abläufe, machte das Unternehmen auf Nachfrage keine Angaben. TCS hat neben dem Hauptsitz Genthin, mehrere Standorte in Deutschland. Einer davon in Triberg im Schwarzwald, Duffners rund 750 Kilometer von Genthin entfernten Heimat.

Außenbereich wird überarbeitet

Das Unternehmen agiert weltweit durch Tochterfirmen besonders auch in Österreich, Türkei, Serbien, Indien und China. Am Stammsitz in Genthin künden Anbauten von weiteren Veränderungen. „Wer vorbeifährt, sieht, dass es immer noch recht grau ist“, sagte Herth. Jedoch solle der Außenbereich noch mit besonderen technologischen Aufbauten versehen werden und für ein neues Betätigungsfeld des Unternehmens werben.

Ins Gespräch kamen die anderen Wirtschaftsvertreter mit Herth auch im Hinblick auf die Gewinnung von Fachkräften. TCS schaffe laut Herth gute Arbeitsbedingungen für den bestehenden Mitarbeiterstamm, sagte Herth. Zudem bilde man in verschiedenen Berufszweigen aus, etwa Industriemechaniker, Elektroniker und Industriekaufleute.

Wichtiges Marketing

Seit 1995 hat die Firma mehr als 60 junge Menschen in den Beruf gebracht und mehr als 40 von ihnen in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Wie Firmen vor dem Hintergrund der Fachkräftegewinnung auf sich aufmerksam machen können, erläuterte Steffi Volkmer-Schimanskü, Genthinerin und Inhaberin einer Werbeagentur unter dem Titel „Innovatives Marketing mit kleinem Budget“.

Sie zeigte auf, welche Möglichkeiten Unternehmen haben, ohne großen Aufwand ein effektives Marketing zu betreiben. Wichtig seien heute besonders die digitalen Kanäle.

Unternehmer können sich Austauschen

Den Gedanken des Austausches zwischen Firmen, griff Bürgermeister Matthias Günther auf. Er erläuterte seine Idee einer Plattform, auf der Unternehmen, insbesondere die, die Flüchtlinge beschäftigen, Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig unterstützen können.

Neben den Vorträgen konnten die Gäste auch an einem Rundgang durch die Fertigungshallen teilnehmen. TCS-Produktmanager Ralf Usnerus führte die Gäste durch das Haus.