Genthin l Die Genthiner Stadtverwaltung begleitet die durch die Corona-Krise entstandene Situation mit regelmäßigen Sitzungen des Krisenstabes. Heute Vormittag ist es wieder so weit. „Sitzung darf man nicht mehr so verstehen, dass alle zuständigen Mitarbeiter und Fachbereichsleiter in einem Raum sitzen“, erklärt Bürgermeister Matthias Günther.

Telefonkonferenzen in der Genthiner Verwaltun

Vielmehr sei man mittlerweile dazu übergegangen, Telefonkonferenzen einzurichten. „Zudem ist es so, dass Home Office eingerichtet wurde.“ Mitarbeiter mit kleinen Kindern hätten so die Möglichkeit, ihre Kinder Zuhause zu betreuen, Mitarbeiter aus Regionen mit mehreren Corona-Fällen könnten auf diese Weise Zuhause bleiben und seien dennoch arbeitsfähig. Der Bürgermeister sei hingegen soweit es möglich ist, im Rathaus, wobei auch er bestrebt sei, Kontakte zu minimieren.

„Wir versuchen auf diese Weise, die Kontakte zu minimieren und mögliche Infektionsketten zu unterbrechen.“ Auch würden Mitarbeiter, die im Rathaus vor Ort sein müssen, etwa in der Meldestelle oder in der Ratskasse, weiter als sonst auseinandergesetzt. „Wir haben auch alle Mitarbeiter darauf hingewiesen, Abstand zu halten und bitten auch dringend alle Besucher darum.“

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Der Krisenstab wird heute eine erste Bilanz der Schließungen der öffentlichen Einrichtungen besprechen. „Wir haben diese Maßnahme seit der vergangenen Woche umgesetzt. In dieser Woche kamen die Kita- und Schulschließungen hinzu.“ In letzteren habe sich der Notbetrieb eingependelt. „Wir haben sehr motivierte und umsichtig agierende Mitarbeiter und sehr einsichtige Eltern, das ist für die Umsetzung sehr günstig.“

Größere Verwerfungen habe es in punkto Betreuung nicht gegeben. Durch eine umfassende Information der Eltern sei die erste Woche ruhig verlaufen. Ähnlich sehe es im Blick auf die Geschäftsschließungen aus. Zwar habe es nach der Verkündung der Maßnahme am Mittwoch einige Unsicherheiten gegeben, diese konnten aber nach der Information über die Schließungen, die vom Land veröffentlicht wurden, ausgeräumt werden. „Es gab Anfragen, die wir klären konnten. Die Schließungsanordung wurden befolgt.“

Ständiger Kontakt mit dem Landkreis

Eine Änderung hat es nach Rücksprache beim Geschäft „Ideen von A bis Z“ gegeben, das nunmehr öffnen dürfe. Doch dort, wie auch in allen anderen geöffneten Geschäften gilt: „Abstand halten“. Von anderen Kunden, aber auch vom Personal. Zudem werde auf direkte Kontakte bei der Schulranzenberatung verzichtet, heißt es in einer Stellungsnahme des Geschäftes. Auch werde eine Handdesinfektion eingerichtet.

Man werde zudem darauf achten, dass sich weniger Kunden gleichzeitig im Verkaufsraum befinden und im Kassenbereich eine Abtrennung vornehmen, sodass immer nur eine Person im Kassenbereich bedient werde. „Auch wenn wir geöffnet haben, bitten wir alle Kunden mit Besonnenheit ihre Einkäufe auf das wirklich Nötigste zu beschränken.“ Die Öffnung war durch die Zusammenarbeit mit dem Landkreis zustande gekommen. Auch die Stadt Genthin steht im ständigen Kontakt mit der dortigen Verwaltung und wird entweder direkt über den Bürgermeister oder über Fachbereichsleiter über Entscheidungen des Kreises unterrichtet.

Die Genthiner Verwaltung ist zudem im ständigen Kontakt mit Ver- und Entsorgern, etwa dem Trinkwasser- und Abwasserverand (TAV) und dem Energieversorger Avacon. Auch dort ist die Arbeitsfähigkeit gegeben. Für Anfragen aus der Bevölkerung steht in der Genthiner Stadtverwaltung zwischen 8 und 15.30 Uhr ist das Servicetelefon unter 039 33/875 123 zur Verfügung, an das alle Fragen rund um die Corona-Krise gerichtet werden können.