Genthin l Tino Breitfeld ist ein Arzt wie aus einer TV-Serie. Jung, zupackend, mit gewinnendem Lächeln. Seine Patienten haben selbst dann Vertrauen zu ihm, wenn er nicht im weißen Kittel, sondern in der roten Bekleidung der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) vor ihnen steht.

Einige Blessuren vor Ort behandelt

So geschehen jüngst beim Kartoffelfest in Genthin, wo Breitfeld Dienst tat. „Wir hatten einige Einsätze“, berichtete er hinterher. Kreislaufprobleme, verknackste Knöchel, betrunkene Teenager – alles, was eine etwas größere Festivität mit sich bringe. Der 28-Jährige sieht den Vorteil in seiner Arbeit darin, dass er kleinere Blessuren und Unpässlichkeiten sofort betreuen kann. „Ansonsten würde man immer wieder den Rettungswagen rufen, so können wir die Menschen in unserem Sanizelt aufnehmen und versorgen.“

Studium im Harz

Bei der DLRG ist Breitfeld schon seit vielen Jahren. Sein Mentor war seit jeher der Genthiner DLRG-Einsatzleiter Elko Bernau. „Ich habe ihn seinerzeit angeworben und immer den Kontakt gehalten“, erinnert er sich. Breitfeld stammt aus Derben, ist im Genthiner Bismarck-Gymnasium zur Schule gegangen und vor einigen Jahren zum Studieren in den Harz gezogen. In dieser Zeit war er auch schon ehrenamtlicher Helfer bei dem von Bernau initiierten Zabakucker Jedermann-Triathlon.

 „Ich lebe heute in Wernigerode und besuche oft meine Familie und Freunde, wenn es zeitlich passt, helfe ich bei der DLRG.“ Im vergangenen Jahr hat Tino Breitfeld die beste Doktorarbeit an der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität im Bereich Medizin verfasst und ist heute als Chirurg im Wernigeröder Krankenhaus tätig. Von dort bringt er zu seinen Genthiner Einsätzen auch gern Kollegen mit. So waren beim Jedermann-Triathlon bereits Ärzte aus Wernigerode vor Ort.

Helfen ist gemeinsames Anliegen

Beim Kartoffelfest begleitete Breitfeld seine Lebensgefährtin Eni Sperling, die ebenfalls im Krankenhaus arbeitet. „Allerdings in der inneren Abteilung“, berichtet sie. Auch ihr ist es ein Anliegen anderen zu Helfen und die DLRG zu unterstützen. Elko Bernau ist durchaus stolz, medizinisch versierte Kräfte in seinen Reihen zu haben: „Das hilft uns sehr und ist kein selbstverständliches Engagement.“

Für Bernau waren die beiden eine gute Ergänzung seiner eingespielten Truppe. „Wir haben eine Reihe von Leuten, die auch regelmäßig am Zabakucker See Dienst tun und sich mit der Versorgung kleinerer Blessuren auskennen. „Durch die Beiden waren wir aber noch besser aufgestellt.“ Aus diesem Grund sei der Einsatz im Volkspark ohne besondere Vorkommnisse verlaufen.

Derzeit bereitet sich das Genthiner DLRG-Team auf das Zwölf-Stunden-Schwimmen am Wochenende (12. und 13. Oktober 2019) vor. Dieses beginnt um 20 Uhr in der Genthiner Schwimmhalle.