Ferchland l Bei Temperaturen knapp unter 20 Grad Celsius und keinem wärmenden Sonnenschein war von den Teilnehmern schon etwas Überwindung gefragt. Aber immerhin 37 Frauen und Männer trauten sich ins kühle Nass. 2018 waren es noch etwas mehr als 50 Teilnehmer. Aber Ursula Lüde, Chefin des „Storchennestes“, war angesichts der Bedingungen trotzdem zufrieden.

DLRG ist pünktlich

Ein kleines Bangen gab es, als die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Ortsgruppe Genthin, kurz vor Beginn noch nicht da war. Ursula Lüde: „Sie haben gesagt, dass es knapp wird, weil sie noch einen anderen Termin zuvor haben.“ Das Bangen war unbegründet, denn im selben Moment waren die DLRG-Leute da und es konnte losgehen.

Bevor sich die Schwimmer und Schwimmerinnen aber in die Elbe stürzten, mussten sich alle anmelden. Nicht nur dafür, dass alle Teilnehmer am Schluss ihren Softdrink erhielten, sondern um auch Gewissheit zu haben, dass alle Schwimmer und Schwimmerinnen, einer der ältesten Teilnehmer war stolze 76 Jahre alt, die Elbe auch wohlbehalten wieder verlassen haben.

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Niedrigwasser in der Elbe

Aufgrund des aktuellen Niedrigwasserstandes der Elbe – die Fähre Ferchland-Grieben kann wegen zu wenig Wasser nicht übersetzen – war der Strandbereich diesmal etwas größer als im Vorjahr. Weniger Wasser in dem Fluss bedeutet aber auch, dass es eine stärkere Strömung gibt. Deshalb waren die Sicherheitsbelehrungen vor dem Start durch die DLRG auch besonders wichtig.

Und dann konnte es endlich losgehen. Das Publikum zählte gemeinsam die Uhr runter. Kurz nach dem Start gab es den ersten Ausfall. Ein noch sehr junger Teilnehmer kam zitternd zurück ans Ufer.

Die Schwimmer und Schwimmerinnen wurden auf der Elbe durch zwei Boote der DLRG begleitet. Und die nahmen kurz vor dem gegenüber liegenden Ufer zwei Herren auf eigenen Wunsch auf. Mit dem Boot wurden sie zurück an den Badestrand gebracht. Aber der Beifall des sachkundigen Publikums war ihnen sicher. Und den Softdrink erhielten sie natürlich auch.

Für die anderen Teilnehmer hieß es am gegenüberliegenden Ufer angekommen. Dafür schwammen sie wegen der Strömung zunächst nach rechts, um am Ufer entlang eine etwa 500 Meter lange Strecke zu Fuß zurück zu legen und so zur Einstiegsstelle am Gittermast anzukommen. Von dort aus schwammen die Teilnehmer wieder zurück zum Strandbereich. Dort wurde bereits ein Softdrink für jeden Schwimmer und jede Schwimmerin bereit gehalten. Alle waren wohlbehalten und gesund wieder angekommen.

Schlauchbott auf der Elbe

Wegen des niedrigen Wasserstandes kam in diesem Jahr nur eine „Baby-Rutsche“ zum Einsatz. Aber auch sie fand ihre Nutzer. Die Kinder erhielten die Gelegenheit, mit dem Schlauchboot der DLRG noch ein kleines Stückchen auf die Elbe hinaus zu fahren. Natürlich mit der erforderlichen Schwimmweste.

Alle Zuschauer und Teilnehmer konnten sich abschließend noch mit Gegrilltem sowie selbstgebackenem Kuchen stärken.