Wo soll der Mobilfunkmast hin?

Entscheidung zum genauen Standort des neuen Funkmastes in der Gemarkung Bergzow verschoben

Die Mitglieder des Ausschusses für Bau, Wirtschaft und Umwelt haben in ihrer Sitzung am Dienstagabend eine Entscheidung über den Standort des Mobilfunkmastes in der Gemarkung Bergzow erneut verschoben. Der Grund: DieTelekom hatte noch keine Information über die Standorte möglicher Alternativvorschläge. Die Entscheidung zum Standort soll dann fallen, wenn die Alternativen geprüft sind.

So ähnlich könnte der Funkmast aussehen, der in der Gemarkung Bergzow aufgestellt wird.
So ähnlich könnte der Funkmast aussehen, der in der Gemarkung Bergzow aufgestellt wird. Symbolbild: dpa

Parey - bsc

Die Mitglieder des Ausschusses für Bau, Wirtschaft und Umwelt haben in ihrer Sitzung am Dienstagabend eine Entscheidung über den Standort des Mobilfunkmastes in der Gemarkung Bergzow erneut verschoben. Grund war die Tatsache, dass die Telekom noch keine Information über die Standorte möglicher Alternativvorschläge hatte.

Die Mitglieder des Hauptausschusses waren in ihrer Sitzung der Entscheidung des Bergzower Ortschaftsrates gefolgt und hatten den von der Verwaltung vorgeschlagenen Standort für den Mobilfunkmast abgelehnt. Der Gemeinderat hatte die Standortfrage in den Ausschuss für Bau, Wirtschaft und Umwelt verwiesen. Der Ortschaftsrat Bergzow hatte den Standort mit der Begründung abgewiesen, dass er am Ortseingang kein schönes Erscheinungsbild darstelle.

In der Sitzung des Ausschusses für Bau, Wirtschaft und Umwelt waren Bolko Weinert von der Deutschen Telekom und Steffen Banse von der Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) per Video in die Ausschusssitzung zugeschaltet. Die Deutsche Funkturm GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG, die Antennenträger plant, realisiert und vermarktet. Das Unternehmen wurde im Zuge von organisatorischen Änderungen außerdem Eigentümer und Betreiber der Funktürme der Telekom.

Alternativvorschläge müssen im Suchbereich liegen

Beiden waren die Alternativstandorte nicht bekannt und konnten deshalb keine Auskunft darüber geben, ob sie eventuell geeignet wären. Beide bekräftigten aber, dass „ein Standort mitten im Ort ideal wäre“. Ein Kompromiss könne nicht darin liegen, den Standort weiter weg zu wählen. Steffen Banse sagte dazu: „Schon ein Standort 500 Meter weiter weg ist eine Einschränkung.“ Und Bolko Weinert ergänzte: „Die Alternativvorschläge müssen im Suchbereich liegen.“ Sobald der Telekom die Alternativvorschläge vorliegen, werden sie schnell bewertet, versicherte Bolko Weinert. Bürgermeisterin Nicole Golz informierte über einen Anruf aus dem Wirtschaftsministerium, der dazu aufforderte, einen Standort im Sachbereich zu nutzen.

Die Deutsche Telekom plant, einen D1-Funkmast aufzustellen. Durch das Planungsbüro der Telekom war ein Standortbereich eingegrenzt worden, welcher sich an der Genthiner Straße/K 1205 befindet. Die Verwaltung der Gemeinde Elbe-Parey hatte dafür ein kommunales Grundstück auf dem Sportplatz in Bergzow vorgeschlagen. „Unter der Maßgabe, den Funkmast möglichst weit vom Dorfkern weg zu platzieren, kommt als Grundstück der Gemeinde Elbe-Parey nur der hintere Teil des Parkbereiches des Fußballplatzes in Frage. Alle anderen Flächen in dem vorgegebenen Suchraster sind bedeutend dichter an bebauten Flächen oder liegen in Privatbesitz und entziehen sich damit der Einflussnahme der Gemeinde Elbe-Parey“, heißt es seitens der Verwaltung in der Begründung zum Sachverhalt. Für den Standort Bergzow ist ein Betonmast zur Aufnahme der Antennentechnik mit einer Höhe von 38 Metern geplant. Die Gemeinde hat keine andere Fläche, die angeboten werden kann. Jörg Schulze-Wext, Mitglied des Ortschaftsrates und des Gemeinderates, hatte sich auf die Suche nach Alternativen begeben. Diese befinden sich nicht auf Gemeindegebiet.

Die Entscheidung zum Standort soll fallen, wenn die Alternativen geprüft sind. „Wir sollten eine Entscheidung für die Bürger von Bergzow treffen“, so Harald Birmuske. Jörg Schulze-Wext regte an, andere Grundstücke der Gemeinde zu prüfen.