Tradition

Erster Maibaum nach 40 Jahren in Güsen aufgestellt

Heimatverein „Wir sind Güsen“ will alte Tradition wiederbeleben

Von Bettina Schütze
Auch Kameraden der Ortsfeuerwehr Güsen packten mit an. Hier tragen sie die von den Landfrauen gebundene Krone zum Mast. Foto: Bettina Schütze

Güsen

Auch wenn der Tanz in den Mai mit der Partyband „Tänzchentee“ wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte und auf den 17. Juli verschoben wurde, war der Güsener Heimatverein am 1. Mai aktiv. Nach mehr als 40 Jahren wurde wieder ein Maibaum aufgestellt. „Wir wollen wieder Tradition schaffen“, machte Martin Müller, Vorsitzender des Heimatvereins „Wir sind Güsen“, deutlich.

An den Vorbereitungen zum Aufstellen des rund 8,5 Meter hohen Maibaumes waren viele beteiligt. So wurde das Fundament von Mitarbeitern des Bauhofes Elbe-Parey ausgehoben. Um den Metallmast kümmerten sich Mitglieder des Heimatvereins. Für frisches Tannengrün sorgte Heimatvereinsmitglied Raimar Franz. Das Binden der Krone für den Maibaum hatten die Landfrauen Güsen übernommen. Günter Leue stellte das Metallgerüst für die Krone her. „Er hat früher schon Gestelle für die Erntekronen der Landfrauen angefertigt“, so Eva Miegel von der Landfrauengruppe. Am Maibaum angebracht wurde auch das Güsener Wappen. Federführend bei der Befestigung des Schildes am Maibaum war Dieter Jahn. Bei der Aufstellung des Maibaumes unterstützten die Zerbener Agrargenossenschaft mit entsprechender Technik sowie Kameraden der Güsener Ortsfeuerwehr. Martin Müller: „Zum Weinfest im Oktober wird der Maibaum wieder eingeholt.“

Ortsbürgermeister Mario Helmrich zeigte sich überwältigt. „Das, was hier in unserem Ort in kürzester Zeit durch den Heimatverein und seine Helfer und Unterstützer geschaffen wurde, ist einfach Spitze.“ Er dankte allen, die daran beteiligt waren.

Weiteres Projekt gestartet

Bereits vor dem Aufstellen des Maibaumes hatte der Güsener Heimatverein ein neues Projekt vorgestellt. Rund um das Badeloch Güsen sollen auf einer Fläche am Ahornweg eine Streuobstwiese und eine Wildblumenwiese angelegt werden. „Mit unserem grünen Daumen wollen wir ein Projekt in Güsen etablieren, eine große Streuobst- und Wildblumenwiese schaffen.

Von der Kultur zur Natur“, heißt es dazu auf einem Plakat des Heimatvereins. Das neue nachhaltige Projekt ist modern und strahlt Freude und Naturverbundenheit aus. Auf der Streuobstwiese werden einheimische altdeutsche Sorten angepflanzt. Rund um die Wiese wird ein Rundweg angelegt. Auch an die Bienen wurde bei diesem Projekt gedacht. Dazu wird ein Bienenwagen aufgestellt. Der Güsener Imker Herbert Hollstein konnte für eine Mitarbeit gewonnen werden. Geplant ist, irgendwann einmal „Güsener Honig“ anzubieten.

Die ersten vorbereitenden Arbeiten wurden schon ausgeführt. Im Herbst sollen dann die 30 bis 40 Bäume gepflanzt werden. Für die Pflanzaktion werden dann die Güsener Bürgerinnen und Bürger wieder um Unterstützung gebeten. Zur Finanzierung des Projektes „Güsen blüht auf – wir machen Bienen glücklich!“ fand eine Schrottsammelaktion statt.

Die Agrargenossenschaft Zerben unterstützte das Aufstellen des etwa 8,5 Meter hohen Maibaums mit entsprechender Technik.
Foto: Bettina Schütze
In luftiger Höhe wurde das Güsener Wappen angebracht und die Maikrone aufgesetzt.
Foto: Bettina Schütze