Tucheim l Was ankommt, sollte man nicht ändern. Nach diesem Motto agiert der Faschingsverein seit Jahren. Und trotzdem wird in jedem Jahr wieder etwas Außergewöhnliches und damit Neues dem begeisterten Publikum in Tucheim geboten. Das funktionierte auch bei der 29. Auflage des Sportlerfaschings.

Tänzerischer Nachwuchs

Erfreulich, dass sich mit der Kinder- und Jugendtanzgruppe der tänzerische Nachwuchs fest im Programm etabliert hat. DJ Marcus war erstmals für die Musik zuständig. Claudia und Marco Schröder führten als Moderatoren durch das Programm. Insgesamt 80 Mitwirkende waren auf, vor und hinter der Bühne in Aktion. Höhepunkte des Programmes waren ohne Zweifel der Auftritt des Männerchores, die Musical-Aufführung und der Männertanz.

Der Männerchor, diesmal nicht der letzte Programmpunkt, begeisterte wie nicht anders zu erwarten war, das Publikum und kam nicht ohne eine Zugabe davon.

Bilder

Biss in den Hals

André Kleinhans hatte sich in diesem Jahr noch einmal für das Musical „Tanz der Vampire“ entschieden. „Tanz der Vampire“ ist ein deutschsprachiges Musical in zwei Akten von Jim Steinman und Michael Kunze, eine gemeinsame Idee von Roman Polański, Andrew Braunsberg und Intendant Rudi Klausnitzer, basierend auf Roman Polańskis gleichnamigem Film von 1967. Das Musical wurde am 4. Oktober 1997 unter der Regie Polańskis in Wien am Raimundtheater uraufgeführt und war dort bis zum 15. Januar 2000 zu sehen. Seitdem wurde das Musical in vielen europäischen Ländern sowie den Vereinigten Staaten von Amerika und Japan aufgeführt. Mit viel Herzblut brachten die Darsteller um André Kleinhans und Rebecca Flügge Ausschnitte dieses weltweit erfolgreichen Musicals in das „Ballhaus Rawolle“. Und beim legendären Biss in den Hals floss „Blut“.

Das Männerballett hatte sich diesmal den Neandertalern verschrieben. Im kurzen Lendenschurz gaben die Männer auf der Tanzfläche alles. Doch die Krönung kam zum Schluss. Denn zur Generalprobe hieß es: „Wenn ihr zum Abschluss Bier bekommt, fallen die Unterhosen.“ Und das nahmen die Sportlerfrauen natürlich wörtlich und brachten jedem ein Glas Bier. Das Publikum tobte. Nach der Zugabe verschwanden die Neandertaler kurz hinter dem Vorhang und kamen mit ihren Unterhosen schwenkend wieder heraus.

Am Stammtisch philosophierten Hartmut Strübing und Andreas Lehnich über das Geschehen in Tucheim und ließen auch den ein oder anderen Witz vom Band. Sie stellten unter anderem die Frage, warum es in der Kaufhalle beim Kauf von Kondomen für das Fremdgehen Treuepunkte gibt.

Hänsel und Gretel retten den Wald

Die Frauensportgruppe stellte sich den Fragen einer Freien Reporterin einer Zeitschrift von Alice Schwarzer. In der modernen Fassung des Märchens von „Hänsel und Gretel“ machten sich die beiden auf den Weg, um den Wald zu retten. Thomas Osterburg glänzte als Marianne Rosenberg mit „ Er gehört zu mir“ und als Roberto Blanco mit „Ein bisschen Spaß muss sein“.

Claudia und Marco Schröder widmeten sich den Beamten und wandelten dafür den Helene Fischer-Hit „Atemlos durch die Nacht“ in „Tatenlos durch den Tag“ um. Nach dem letzten Programmpunkt füllte sich schließlich die Tanzfläche.

Für die zweite Veranstaltung am 9. Februar gibt es keine Karten mehr. Sie ist restlos ausverkauft.