Jerichow l Wann können wir die Storchenscheune öffnen? Wie sehen die Gästezahlen aus und welche Veranstaltungen sollen in diesem Jahr noch stattfinden? Fragen über Fragen stellen sich dem Geschäftsführer der Stiftung Kloster Jerichow, Bernd Witt und nicht für alle hat er die ultimative Antwort.

Nach dem Erfolg des zweiten Festivals „Jazz im Kloster“ hieß es für die Mitarbeiter kurz Luft zu holen und weiter auf Kurs zu bleiben. „Wir hoffen auf einen schönen Spätsommer“, und hofft, dass so noch viele Besucher den Weg in die Klosteranlage finden.

August starker Monat

Der August sei ein starker Monat gewesen, auch im Vergleich zu den vergangenen Jahren: 4000 Gäste tauchten ein zwischen Backsteinmauern und Klostergarten, zwischen Museum und Brennerei.

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Doch das sei alles Individualverkehr, und folgt man dem Klosterchef, fehlen die Bustouristen. Derzeit kommt mal ab und zu ein Reisebus mit einem Kegelverein vorbei, die großen Tour-Busse mit bis zu 50 Gästen sind eher die Ausnahme. „Wir stellen fest, dass viele Menschen ihre Region kennenlernen wollen und da fangen die Rad- oder Caravan-Touristen zum Glück vieles auf“, so Witt.

Führungen sind derzeit beliebt und werden verstärkt nachgefragt. Klostermitarbeiter haben besonders an den Wochenenden zum Teil vier bis fünf Besuchergruppen, die sich für die Geschichte der Anlage interessieren. Mit der Storchenscheune liege er leider nicht im Zeitplan – corona-bedingt, wie er sagt.

Storchenscheune nicht im Zeitplan

Firmen konnten nicht so zügig arbeiten wie sonst, da einige Zeit kaum Baumaterial zur Verfügung stand und die fehlende Zeit ziehe sich bis heute durch. Jetzt hoffe er, den neuen Veranstaltungsort im November eröffnen zu können.

Anders als in den Jahren zuvor wird es zum Tag des Denkmals am kommenden Sonntag keine zentrale Veranstaltung geben. „Wir haben uns entschieden, mehrere Sachen nebeneinander laufen zu lassen“, informiert der Klosterchef. So soll das Backsteinmuseum öffnen und zwei ehrenamtliche Mitarbeiter zeigen den Besuchern, wie früher die bis nach Hamburg verschifften roten Ziegel hergestellt wurden.

Gleichzeitig finde der „Tag des offenen Gartens“ statt, mit einer Führung unter dem Motto „Kräutermärchen“. Auch sei die Brennerei zu besichtigen, so Witt, jedoch ohne das Schaubrennen.

Kultureller Anlaufpunkt

Wer das Ganze mit etwas Musik abrunden möchte, dem stehen die Türen zu 13. Sommermusik mit Star-Harfistin Jasmin Isabel Kühne offen. „Wir wollen in den kommenden Wochen noch einige Veranstaltungen auf den Weg bringen“, sagt Bernd Witt, um so die Position der Klosteranlage als kulturellen Anlaufpunkt zu zementieren.

Ein Auftritt der Village Boys, so wie im Frühsommer, sei denkbar oder auch Konzerte mit anderen regionalen Künstlern. „Es wird jedenfalls nicht langweilig“, fasst Witt zusammen und sagt: „Wir haben uns als kultureller Leuchtturm in der Region gefestigt und das wollen wir weiter ausbauen.“