Ferienbeginn

Feuertaufe für neuen Waldspielplatz in Ferchland

Mit Stationsprogramm hinein in die Ferien – Jerichower Grundschüler feiern Schuljahresende in der Touristenstation Ferchland, dabei durften sie den neuen Spielplatz in Beschlag nehmen. Vorher gab es Zeugnisse.

Von Thomas Skiba
An der Station „Büchsenwerfen“ war Lucas ganz vorn mit dabei. Insgesamt sieben Stationen absolvierten die Kinder der Grundschule Jerichow.
An der Station „Büchsenwerfen“ war Lucas ganz vorn mit dabei. Insgesamt sieben Stationen absolvierten die Kinder der Grundschule Jerichow. Foto: Thomas Skiba

Jerichow/Ferchland - Büchsenwerfen, Ballrennen und beim Allgemeinwissen ganz vorn mit dabei sein – auf dem Gelände der Touristenstation Ferchland ging es vorgestern heiß her. Das lag nicht an der Sonne, die sich ausnahmsweise mal hinter grauen Wolken verzogenen hatte, sondern an den Kindern der ersten bis vierten Klasse der Grundschule Jerichow.

„Wir feiern heute unser Schuljahresabschlussfest mit einem vielseitigen Tagesprogramm mal ganz anders“, sagt Schulleiterin Gabriele Nieß. In der ersten Stunde gab es für alle Schüler die Zeugnisse, so Nieß weiter und dann sollten auch im Zusammenhang mit dem Fest die vierten Klassen verabschiedet werden, deren Schüler dann andere Schulen besuchen.

Die Touristenstation bietet sich für solche Veranstaltungen bestens an: ein riesiger Waldspielplatz steht zur Verfügung, in einem Indianerdorf kann nach Herzenslust der Schrei von Ulzana, dem Apachen-Häuptling nachgeahmt und um den Marterpfahl getanzt werden, zudem gibt es eine hervorragende Beköstigung vor Ort.

Würstchen vom Grill und viel Obst

Chefkoch Guido Krause weiß, was Kinder und Eltern heute so essen wollen. „Ich habe mit meinem Team Obstplatten vorbereitet und für den großen Hunger gibt es Nürnberger vom Grill“, so der Küchenchef. Beide Angebote hatten ihre Berechtigung, die Ananas, Trauben und Melonen waren der Renner bei den Stationswechseln und nach dem Abschluss des Programms ließen sich Kinder, Lehrer und Eltern die Würste schmecken.

Den Parcours erstellte Vanessa Glace Krason, Studentin in den angewandten Kindheitswissenschaften. Sie erarbeitete ein Konzept mit Stationen, die eine ins Auge fallende gesunde Mischung zwischen Geschicklichkeit, Kraft, Wissen und Gemeinschaftssinn darstellte. „Es soll nicht einfach nur etwas sein, um die Mädchen und Jungen zu beschäftigen, nein, sie sollen Spaß haben, etwas lernen und sich als Team sehen“, sagt die Studentin und begeisterte Kinder zollten diesem Ansinnen Richtigkeit.

Auch an eine Siegerehrung dachte Krason, schließlich sollte bei jedem Einzelnen der Ehrgeiz angestachelt werden und so manches Kind konnte stolz eine Urkunde mit in die Ferien nehmen. Doch der Tag war nicht nur von klar strukturierten Abläufen geprägt, Schulleiterin Nieß plante genug Zeit ein, dass die Grundschüler noch reichlich toben konnten. „Es ist so toll hier“, stellt Jayden fest, als er von der Seilbahn steigt. Die ist Teil des neuen Waldspielplatzes, der schon im letzten Jahr errichtet und dann nicht mehr in Betrieb genommen werden konnte, so Lars Bonitz, Geschäftsführer der Qualifizierungs- und Strukturförderungsgesellschaft (QSG), zu der die Touristenstation gehört. Er freue sich, „dass jetzt endlich wieder Leben in die Anlage einzieht, viel zu lange stand alles still“.

Hohe Nachfrage der Touristenstation

Derzeit kann sich die Touristenstation Ferchland – „Haus Kiefernblick“ kaum vor Anfragen retten. Familien, Radwanderer, Reisegruppen, Schulklassen – alle wollen in dem idyllischen Fleck ein paar Tage verbringen und die Umgebung rund um Jerichow Ferchland und Genthin erkunden oder einfach mal ausspannen.

„Wir versuchen es unseren Gästen recht zu machen und finden meist auch einen Weg“, sagt Mitarbeiterin Stefanie Walsleben und dass sei auch der Anspruch, dem sie sich gern stellen.

Chefkoch Guido Krause bediente die Kinder persönlich. Hier holen sich Elisabeth, Tamina und Emma eine Bratwurst.
Chefkoch Guido Krause bediente die Kinder persönlich. Hier holen sich Elisabeth, Tamina und Emma eine Bratwurst.
Foto: Thomas Skiba
Selbst ein Indianerdorf zum Spielen fanden die Kinder zwischen den Kiefernbäumen.
Selbst ein Indianerdorf zum Spielen fanden die Kinder zwischen den Kiefernbäumen.
Foto: Thomas Skiba