Mützel l Stark vertreten waren wieder die Mützeler mit drei Mannschaften, Genthin mit zwei Teams und die Gladauer brachten ebenfalls genug Jugendliche mit, um zwei Mannschaften zu bilden. Die Mädchen und Jungen sahen sich mit dem geballten Ideenreichtum der Mützeler Feuerwehr konfrontiert und meisterten dennoch jede Aufgabe mit Bravour.

So galt es, am Zernau-See Enten zu angeln und in der Nähe des Mühlengrabens musste mit roten, blauen, gelben und grünen Flaggen ein Farb-Code entschlüsselt werden.

Bogenschießen begeistert

Das bekannte Bogenschießen am Ortseingang begeisterte die Jugendlichen genauso wie das präzise Kommandogeben im Slalom-Parcours. Hier kam erschwerend hinzu, dass die „Zug-Pferde“ mit beklebten Taucherbrillen ohne eigene Sicht auskommen mussten – ein Vertrauensbeweis an den Lenker des Gefährts.

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„Mit dieser Teilnehmerstärke sind wir zufrieden“, sagt Henryk Lampert, Ortswehrleiter von Mützel. Auf die Frage, warum doch offensichtlich nur die Jugendfeuerwehren des Genthiner Umlandes teilnehmen, erklärt Lampert: „Wir hatten schon mal 15 Mannschaften vor Ort, das sprengte fast unsere Kapazität.“ Für die 16 Stationen allein brauchen die Ausrichter um die 30 Frauen und Männer an Funktionspersonal.

Hilfe vom Förderverein

„Ohne die Unterstützung des Feuerwehr-Fördervereins wäre das nicht zu stemmen“, betont Lampert. Die Mitglieder des Fördervereins stellen Aufsichtspersonal, backen Kuchen, besetzen die Verpflegungspunkte und schwingen bei der Mittagessen-Ausgabe die Kellen.

Zwei von ihnen, Manuela Bieschke und Marion Bräse, mussten sich mit drei Funktionen messen. Zum ersten kümmerten sie sich um die Station, bei der mit einem aufgerollten C-Schlauch ein Kegel umgeworfen werden musste, zum zweiten betreuten sie einen umfangreichen Kuchenstand und zu guter Letzt trotzten sie den Naturgewalten.

Frauen zeigen Stärke

Heftige Böen drohten in immer kürzeren Abständen den Verpflegungs-Pavillon umzuwerfen. Mit ganzer Kraft hingen die beiden Frauen an dem Gestänge und verhinderten so Schlimmeres.

Auch zur Historie des Herbstlaufes äußert sich Lampert: „Wir fingen damit 2007 an.“ Vorher gab es nur den Kreisausscheid – ein Wettkampf im Jahr war den Mützelern zu wenig. „Auch die Jugendlichen wollten sich öfter miteinander messen“, so der Ortswehr-Chef und im Verbund mit den Jugendwehrleitern der umliegenden Wehren entwickelte sich eine Idee, die dann „Herbstlauf Mützel“ getauft wurde.

Wehren arbeiten eng zusammen

Auch die Wehren, die jetzt zur Stadtwehr Jerichow gehören, machten mit: „Wir kannten uns doch vom damaligen Brandabschnitt Nord“, erklärt Henryk Lampert. Auch aktuell rücken die Wehren aus Jerichow und Genthin gemeinsam aus, wenn nötig. „Da ist die Zusammenarbeit eng und das sollen auch die Jugendlichen erfahren“, so Lampert.

Feuerwehr-Wettkämpfe und gemeinsame Übungen seien für das Kennenlernen eine stabile Grundlage. Da sind sich die taffen Mädchen und Jungen in den blau-orangen Schutzanzügen einig.