Fienerode l Eine Sachbeschädigung, die schwerwiegende Konsequenzen haben könnte, gab es in Fienerode. Dort wurde ein sogenannter Flachspiegelbrunnen, aus dem die Feuerwehr im Brandfall ihr Löschwasser bezieht, durch Unbekannte unbrauchbar gemacht.

Bei Prüfung aufgefallen

Bei einer Routineüberprüfung der vier Löschwasserbrunnen in Fienerode fiel den Feuerwehrleuten ein Brunnen auf, der kein Wasser mehr lieferte. Kriminalpolizei sowie Trinkwasser- und Abwasserverband Genthin (TAV) untersuchten den Brunnen daraufhin genauer. Mit dem Ergebnis, dass das Rohr durch einen Fremdkörper komplett blockiert wurde. Unbekannte haben offensichtlich eine mörtelartige Masse in den Brunnen gekippt, die dann ausgehärtet ist. Der entstandene Schaden wird von der Feuerwehr auf mindestens 6000 Euro geschätzt.

Totalschaden entstanden

Dem Brunnen wurde nach Aussage von Michael Voth, Pressesprecher der Genthiner Feuerwehr, ein Totalschaden zugefügt. Sollte es zu einem Brand in diesem Bereich kommen, müssen die Einsatzkräfte deutlich weitere Wege zurücklegen, denn die nächsten Brunnen befinden sich in einer Entfernung von 200 und 450 Metern.

Das Resümee von Michael Voth fällt deshalb sehr bedrückt aus. „Diese Tat ist ein herber Schlag für alle ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Stadt, die jedes Jahr einen Großteil ihrer Freizeit für die Sicherheit der Bürger opfern.“ Wer in der Vergangenheit etwas Verdächtiges an den Löschwasserbrunnen in Fienerode beobachtet hat, wird gebeten, sich bei der Polizei in Genthin zu melden. In diesem Sommer wurden insgesamt 55 Brunnen in Genthin und den Ortschaften überprüft.