Parey/Ferchland l Am Sonntagmittag gegen 11.47 Uhr alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr Elbe-Parey zu einem Brand in Parey. Vor Ort stellte sich den Einsatzkräften die Lage wie folgt dar: „Ein Stallgebäude und mehrere Lagerbereiche standen in Vollbrand und drohten auf weitere Gebäude überzugreifen“, so Gemeindewehrleiter Steve Flügge. In dem Stall befanden sich vier Pferde, die noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten.

Die Feuerwehr baute bei minus zehn Grad die Löschwasserversorgung auf und konnte mit Hilfe einer Riegelstellung das Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude verhindern. In den bereits brennenden Bereichen befanden sich Stroh und Heu in größeren Mengen. Die Feuerwehr Genthin unterstützte mit der Drehleiter und weiteren Kameraden bei der Brandbekämpfung. Die Restablöschung dauerte rund 2,5 Stunden.

Arbeit unter Atemschutz

Der Streudienst der Straßenmeisterei stumpfte die eisglatte Straße ab. Der stellvertretende Kreisbrandmeister war ebenfalls vor Ort und unterstützte die Einsatzleitung. Einen Großteil der Brandbekämpfung führten die Kameraden unter Atemschutz durch. Hier tauschte das Feuerwehrtechnische Zentrum (FTZ) insgesamt 16 Geräte. Im Einsatz waren insgesamt 44 Kameraden mit zwölf Fahrzeugen. Der Einsatz war gegen 15.30 Uhr beendet. Die Feuerwehr Elbe-Parey stellte bis etwa 22 Uhr eine Brandwache.

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Kurz nachdem der Brandeinsatz beendet war, alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr Elbe-Parey um 15.51 Uhr während der Nachbereitung. Das Einsatzstichwort lautete „Hund in Eis eingebrochen.“ Die Kameraden verlegten in den Bereich des Baches Loch nach Ferchland. Steve Flügge: „Im dortigen Überschwemmungsgebiet der Elbe bereiteten die Kameraden das Schlauchboot vor und rüsteten sich mit einem sogenannten Überlebensanzug aus. Während der Vorbereitung kam die Mitteilung, dass sich auch eine Frau im Wasser befindet.“

Die Einbruchstelle war mit den Einsatzfahrzeugen nicht erreichbar. Daher begaben sich die Kameraden zu Fuß über das überschwemmte Gebiet zur Einsatzstelle. Dort konnte die Frau zügig aus dem eiskalten Wasser gerettet werden. „Der Hund war leider nicht mehr aufzufinden. Die Suche nach ihm wurde nach 30 Minuten abgebrochen“, so der Gemeindewehrleiter.

Strömung ist gefährlich

Die Frau wurde durch den ebenfalls alarmierten Rettungsdienst betreut. Steve Flügge: „Sie hatte wirklich Glück gehabt, da in dem Überschwemmungsbereich, wo sie eingebrochen war, eine nicht unerhebliche Strömung herrschte.“

Im Einsatz waren hier 20 Kameraden. Gegen 17 Uhr war der zweite Einsatz am Sonntag beendet.