Genthin l Mehr Geld für die Sanierung der Kita Kollwitz. Der Bau-und Vergabeausschuss bewilligte in dieser Woche die Erhöhung des bei der Stark-III-Förderung geforderten Eigenanteils. Statt 236 000 Euro muss de Stadt nun 276 000 Euro aufwenden.

Unmut über Anforderungen

Dieser Umstand stieß nicht bei allen Ausschssmitgliedern auf Gegenliebe. „Es ist gut, dass an der Kita etwas gemacht wird, aber ich weiß nicht, zum wievielten Mal wir den Eigenanteil erhöhen“, tat Lutz Nitz (Bündnis 90/Die Grünen) seinen Unmut kund. Er könne nicht verstehen, dass die Stadt immer wieder Geld aufwenden müsse.

„Der Fördermittelgeber hat uns gebeten, dass wir den Zugang zum Gebäude barrierfrei gestalten“, erläuterte Bau-Fachbereichsleiterin Dagmar Turian. Konkret gehe es darum, dass die Investitionsbank Magdeburg auf die Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt verwiesen habe. Demnach sollen öffentliche Gebäude in den Bereichen des Besucherbereiches barrierefrei sein. Allerdings nur dann, wenn diese Umsetzung mit keinem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden ist.

Barrierefreier Saniertärbereich entsteht

Das ist in der Kita Kollwitz nicht der Fall. „Mit der Nachforderung der Bewilligungsbehörde ist auch die Einrichtung eines barrierefreien Sanitärbereiches empfohlen worden“, führte die Fachbereichsleiterin weiter aus. Dieser wird nun ebenfalls aus den zusätzlichen Mitteln finanziert. Die Kita könnte, so die Betriebserlaubnis, neben der Kapazität von 120 Kindern auch vier Kinder mit Behinderung aufnehmen, wodurch sich der Hinweis auf die Barrierefreiheit erklären lässt. „Das war so vorher aber nicht angedacht“, sprang Klaus Voth (CDU) dem Grünen bei.

Seinerzeit habe man mit dem Stark-III-Programm die energetische Sanierung von Gebäuden im Blick gehabt. „Es gibt bei diesen Programmen immer Entwicklungen, die anfangs nicht absehbar sind“, musste Dagmar Turian beschwichtigen.

Kritik an bürokratischem Aufwand

Allerdings beruhigte das Lutz Nitz nicht. „Solch bürokratischer Aufwand führt dazu, dass Fördermittel nicht genutzt oder zurückgegeben werden“, blieb er bei seiner Kritik. Nitz hoffte aber, dass sich bald bei der Sanierung der Einrichtung etwas tun möge. Der Gesamtbetrag inklusive Fördermitteln für die Maßnahme in der Kita Kollwitz liegt nunmehr bei knapp 760 000 Euro Der höhere Eigenanteil wird über einen Investitionskredit finanziert.

Die Stadt geht allerdings nicht mehr von einem Baubeginn im Jahr 2018 aus, da noch Ausschreibungen und Planungen erfolgen müssen.