Genthin/Redekin l Nachdem Dritt- und Viertklässler der Jerichower Grundschule am Montag Kiefernsämlinge auf einer kleinen Waldfläche des Betreuungsforstamtes Elb-Havel-Winkel bei Redekin auspflanzten, erschließt sich ihnen der Begriff Wiederaufforstung sicherlich besser. Doch so kompliziert lief das alles nicht ab.

Keine Fachbegriffe

Denn die Verwendung solcher forstwirtschaftlicher Fachbegriffe wie Wiederaufforstung vermied Forstamtsleiter Peter Sültmann gegenüber den Grundschülern. Er zwang ihnen aber ein Staunen ab, als er erklärte, wie ein Kiefern- sämling ins Erdreich gebracht werden muss, so dass aus ihm eine gesunde und starke Kiefer werden kann. Damit erreichte er die kleinen Besucher, auch selbst etwas für den Wald tun zu können.

Das „Erlebnis Wald“ war für die Grundschüler von den Mitarbeitern des Betreuungsforstamtes gut vorbereitet worden, so dass die Pflanzaktion wie am Schnürchen ablaufen konnte. Auch wenn sich dabei manch heller Sportschuh oder Sneaker als eher walduntauglich erwies.

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Gemeinschaftswerk von Schülern und Profis

Die Fläche, auf der der Wind große Schäden angerichtet hatte, war für eine neue Anpflanzung zunächst maschinell bearbeitet worden. Die Mitarbeiter des Forstamtes Gabriela Sturzebecher, Angelika Klar und Herbert Borys hatten dann ausreichend Planzlöcher für die Kiefernsämlinge vorbereitet, was den Einsatz der Schüler etwas erleichterte. Das Trio begleitete die Grundschüler auch mit Rat und Tat, so dass das Pflanzen zu einem Gemeinschaftswerk wurde.

Für die ganze Aktion hatte Michael Pieper als zuständiger Revierförster über die Stadtverwaltung Jerichow in der Grundschule geworben. Die Mitarbeiter des Jerichower Bauhofes sorgten dann auch mit ihren Fahrzeugen für die Anreise der Grundschüler, die sich für eine Teilnahme an der Pflanzaktion entschieden hatten.

Schüler finden es spannend

„Es lagen Listen aus. Wer mitmachen wollte, konnte sich einschreiben“, erzählte Lennard, als er gewissenhaft dabei war, die Wurzeln des Sämlings komplett und ohne Beschädigungen ins Erdreich zu befördern. Ganz so, wie es Forstamtsleiter Peter Sültmann den Grundschülern erklärt hatte.

Das sei alles ganz schon spannend, fanden Anni und Elisabeth. Das Pflanzen kannte sie bisher nur aus dem Garten, meinte Anni. Um den Grundschülern die Nachhaltigkeit ihrer Arbeit aufzuzeigen, lud Forstamtsleiter Peter Sültmann sie zu einem weiteren Waldbesuch ein. In etwa einem halben Jahr könnte sie sehen, ob die Kiefernsämlinge angewachsen sind, weckte er die Neugier der Schüler.