Genthin l Die Arbeiten an der B 107 rücken weiter in Richtung Wasserturm. Bis zum Mittwoch nächster Woche, 15. Juli, wird der Abschnitt bis einschließlich Kreuzung B 107/Brettiner Chausee fertiggestellt sein, so dass der Bautrupp schon einen Tag später in Richtung Ziegeleistraße weiterzieht. Dann wird der nächste Bauabschnitt in Angriff genommen, der sich über die dann sanierten Kreuzung bis einschließlich der Einmündung Ziegleistraße erstreckt. Darüber informierte Stefan Hörold von der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, in deren Verantwortung die komplette Baumaßnahme liegt.

Die Straßenbauer haben in den vergangenen Tagen offensichtlich auf die Tube gedrückt. So ging die Stadt Genthin bisher davon aus, dass der Bauabschnitt erst zum Ende der nächsten Woche fertiggestellt sein würde.

Fertig bis 26. August?

In gut sechs Wochen, bis zum 26. August, soll Stefan Hörold zufolge der Abschnitt bis einschließlich Einmündung Ziegeleistraße geschafft sein.

Bis dahin müssen sich Verkehrsteilnehmer wie angekündigt auf weitere Einschränkungen einstellen. Die ergeben sich daraus, dass der gesamte zukünftige Bauabschnitt für den Verkehr voll gesperrt sein wird.

Umweg über die Stremmedörfer

Der Anliegerverkehr, wenn er stadteinwärts unterwegs ist, wird über die Brettiner Chaussee, die Straße Am Mühlenfeld, Wagnerstraße, Fritz-Henkel-Straße und die Ziegeleistraße geführt. Ab Ziegeleistraße Nummer 3 geht es dann bis vorraussichtlich bis Ende August auch für Anlieger nicht mehr weiter. Es gibt der Mitteilung des Landesstraßenbaubehörde zufolge keine Pkw-Zufahrt zur B 107.

Die Genthiner Verkehrsteilnnehmer haben damit in den kommenden Wochen keine Wahl: In aus aus Genthin kommen sie nur über Roßdorf und Brettin.

Erneute Geduldsprobe

Die Einwohner beider Dörfer werden damit einer erneuten Geduldsprobe unterzogen, nachdem die Ortsdurchfahrten bereis während des Ausbaus der B1 in Genthin als Umgehungsstrecke ausgewiesen waren.

Um die Belastungen für die Anlieger in den beiden Stremmedörfern möglichst gering zu halten, sollte nach Dafürhalten der Landesstraßenbaubehörde der überregionalen Verkehr die Baustelle in Genthin über die bestehende großräumige Umleitung die Baustelle umfahren.

Sie führt aus Richtung Burg den Verkehr ab B1-Abzweig Hohenseeden entlang der Landesstaßen über Güsen, Ferchland, Klietznick bis zur Auffahrt auf die Bundesstraße B 107, wenige Kilometer vor Jerichow, sowie die Gegenrichtung. Ausgedient hat die Umleitungsstrecke erst, wenn der Bereich Wasserturmkreuzung voraussichtlich im November fertiggestellt sein wird.

Gerade der letzte Bauabschnitt im Bereich des Wsserturms galt bis vor wenigen Tagen als kritisches Nadelöhr. Denn in den Planungen war ursprünglich vorgesehen, bedingt durch die Arbeiten unter Vollsperrung, die Bergzower Straße zeitweise „abzugekoppeln“. Seit Mitte der Woche können die Anlieger jedoch aufatmen.

Anbindung ist ein Provisorium

Über eine provisorische Anbindung über die OdF-Straße werden ihnen weite Umwege erspart, um in die Stadt zu kommen. Wir hoffen, im Interesse der Bürger eine Lösung gefunden zu haben, sagte Stefan Hörold im Gespräch mit der Volksstimme. Er hatte bei einer Bürger-Informationsveranstaltung im Stadtkulturhaus den Unmut der Anlieger über die Abbindung der Bergzower Straße zu spüren bekommen.

Stefan Hörold betonte aber auch, dass die Anbindung ein Provisorium darstellt, das ausschließlich für die Anlieger eingerichtet werde.

Der Auftakt der Arbeiten an der B107 wurde am 16. März in Genthin-Wald gegeben. Insgesamt werden werden für diese Maßnahme rund zwei Millionen Euro investiert.