Parkgestaltung

Für den Altenplathower Volkspark werden weiterhin Hinweise gesucht

Entwürfe für die Umgestaltung des Genthiner Stadtparks können nach wie vor diskutiert werden. Bis zum 18. Juni können Einwohner ihre Meinung sagen.

Von Mike Fleske
Der Volkspark in Altenplathow soll neu gestaltet werden. Die Ideen reichen von mehr Freizeitmöglichkeiten bis zu mehr Naturbereichen.
Der Volkspark in Altenplathow soll neu gestaltet werden. Die Ideen reichen von mehr Freizeitmöglichkeiten bis zu mehr Naturbereichen. Foto: Susanne Christmann

Altenplathow - Seit einigen Wochen sind die Gestaltungsentwürfe für den Altenplathower Volkspark bekannt. Und mit dem ersten Auslegungstag begannen die Diskussionen um die Entwürfe. Im Kern bildeten sich dabei zwei Bereiche heraus. Die Befürworter einer Bebauung im Bereich der ehemaligen Radrennbahn entweder mit einer Skaterbahn oder mit einem Amphitheater und die Gegner genau dieser Bebauungspläne.

Diese möchten den Park, soweit es geht, in seiner natürlichen Struktur erhalten und die Natur stärker an den ursprünglichen Plänen strukturiert wissen. Diese sollen vom  preußischer Gartenkünstler und General-Gartendirektor der königlich-preußischen Gärten Peter Joseph Lenné stammen. Mit seinen Ideen des Landschaftsgartens prägte er die Gartenkunst in Preußen über mehrere Jahrzehnte.

Eigene Ideen für für den Erhalt von Naturbereichen und Grünflächen

Eine Gruppe von Genthinern hat sich eigens dafür zusammengefunden, um in einem eigenen Konzept Vorschläge für den Erhalt von Natur und Tieren zusammenzutragen. Diese sind bereits der Stadtverwaltung vorgelegt worden. Andere zeigen sich auf der städtischen Volksparkseite bei Facebook durchaus angetan, von den Bebauungskonzepten.

„Das mit dem Theater schaut ganz gut aus“, befand etwa Nutzer David Strössner. Allerdings gibt es ein Problem bei einer möglichen Bebauung, auf das die Stadtverwaltung bereits hingewiesen hat: Frühlings- und Kartoffelfest müssten sich einschränken. Durch die festen Einbauten an der Radrennbahn würden Flächen für Fahrgeschäfte und Buden entfallen.

Zustimmung bekam die Skatepark-Variante insbesondere durch die Besucher des nahe gelegenen Jugendhauses. Allerdings gibt es von den Jugendlichen durchaus auch weitere Vorschläge. Diese könnten sich auch vorstellen, die Skateanlage im hinteren Bereich am Kanal zu platzieren.

Jugendliche möchten Grünanlage selbst pflegen

„In Eigenregie würden wir eine Arbeitsgemeinschaft gründen, um die Grünanlagenpflege sowie alltägliche Müllsammelaktionen und Betreuung als Unterstützung und zur Förderung anzubieten“, hatten die Jugendhausbesucher Maximilian Otto, Ernez Sadrija, Marten Mund an die Volksstimme geschrieben.

Nutzer der jetzigen Skaterbahn in der Keplerstraße um Genthins Skater Urgestein Jürgen Schulze gehen noch weiter und können sich sogar vorstellen, dass eine Skatebahn in der Nähe der Sekundarschule auf einer freien Fläche entsteht. „Wichtig wäre, dass überhaupt eine neue Bahn entsteht.“ Die bisherige ist zu klein und in die Jahre gekommen. So rutschte der Plan einer neuen Anlage auch in den Entwurf für den Volkspark.

Sport im Volkspark soll aber anders möglich sein. „Als „durchaus interessant“, bezeichneten Vertreter des SV Chemie Genthin die Idee, im Park einen Trimm-dich-Pfad einzurichten. Auf Wohlwollen stieß auch der Plan, einen Bereich für Hunde im Park einzurichten.

Hundefreunde informieren sich in der Verwaltung über Freifläche

Einige der Genthiner Hundefreunde waren bereits beim Bürgermeister zu Gast, um sich über die Fläche zu informieren. Ausgang war etwa die Frage von Facebook-Nutzerin Mandy Dielas, die wissen wollte, ob der Hundebereich eingezäunt werde? Die Stadtverwaltung erklärte dazu: „Die Hundezone ist ein eingezäunter Bereich mit mehreren Türen beziehungsweise Schleusen.“

Ausgeräumt werden konnte bei dem Gespräch mit dem Bürgermeister auch der Kritikpunkt, dass der Hundebereich zu dicht am Spielplatz läge. Hier sei genügend Fläche zwischen den Bereichen, sodass sich Nutzer nicht in die Quere kämen.

Unterlagen können im Internet abgerufen werden

Wer sich mit den Unterlagen beschäftigen möchte, kann diese im Rathaus nach Anmeldung einsehen. Einfacher geht es im Internet. Auf der Seite „www.Stadt-Genthin.de“ finden sich unter den Stichpunkten „Verwaltung“ und „Bekanntmachungen“ die Unterlagen. Dort ist nicht nur die Gestaltungsvarianten grafisch aufgearbeitet, sondern auch ein Erläuterungstext der Berliner Landschaftsarchitektin Katharina Baumgart eingestellt.

Welche Teile der vorgestellten Planungen letztlich tatsächlich auf den Weg gebracht werden, muss der Stadtrat entscheiden. Für den 20. Juli war ursprünglich eine Entscheidung geplant.

Bis zum 18. Juni ist die Möglichkeit zur Stellungnahme für die Öffentlichkeit verlängert worden. Hinweise können über die E-Mail-Adresse  „stadtverwaltung@stadt-genthin.de“ eingereicht werden.