Genthin l Mit dem Frühlingserwachen im „Garten der Sinne“ brechen in Genthin-Wald so etwas wie neue Zeiten an. Denn neben dem Schau- und Therapiegarten von Thomas Kostka in Altenplathow hat der „Garten der Sinne“ die Aufnahmekriterien für das Projekt „Gartenlandschaft Altmark“ bestanden. Damit gehört er zu den Neulingen, die in diesem Jahr für die Öffentlichkeit ihre Türen öffnen werden. Am 18. Juni wird dann auch in Genthin-Wald zu einem Gartenspaziergang eingeladen. Wobei es bereits im vergangenen Jahr einen erfolgreichen Probelauf gab, ohne dass bereits die „Aufnahmeprüfung“ bestanden war.

Veranstaltungsort für Workshop

Zum Auftakt seiner Gartenlandschafts-Mitgliedschaft war das Johanniterheim kürzlich Austragungsort für den alljährlich stattfindenden Workshop, an dem die etwa 50 privaten Garteneigentümer teilnahmen. Sonnhild Noack von der Laga GmbH Burg referierte dabei vor den Anwesenden über das Konzept der Laga, die im kommenden Jahr in Burg stattfinden wird.

Mandy Hodum vom Tourismusverband Altmark würdigte am Rande des Workshops das Engagement des Johanniterhauses, den Garten auch touristisch aufzuwerten. „Um den Garten in das Projekt aufzunehmen, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Die Messlatte liegt dafür hoch“, sagte Hodum.

Bilder

Verständliche Freude auch bei Claudia Tritt, Einrichtungsleiterein in Genthin-Wald. „Der Garten ist wirklich sehr schön und lohnenswert für einen Besuch.“

Der „Garten der Sinne“ befindet sich innerhalb des Projektes „Gartenträume“ in unmittelbarer Nachbarschaft mit bekannten Gärten, wie etwa mit dem „Blumenhof“ der Familie Tusch in Güsen oder mit dem „Garten der Bewegung“ von Gabriele von Reinersdorff in Hohenseeden.

Der Garten des Johanniterheimes wurde vor sieben Jahren von Profis geplant und angelegt. Auf seiner Fläche gab es zuvor nur einen grünen Rasen.

Erlebbar zu jeder Jahreszeit

Der Sinnesgarten untergliedert sich in acht Themenbereiche, dazu zählen unter anderem ein Rosen-, Stein-, Kräuter-, Ostsee-, Streuobst-, Rhododendron- und ein Kleingehölzgarten. Zu jeder Jahreszeit ist der Garten ein Erlebnis. In seine Gestaltung flossen wissenschaftliche Erkenntnisse über die Bedeutung von Gärten in Alten- und Pflegeheimen ein und wurden praktisch umgesetzt. Den betagten Bewohnern wird hier ausreichend Möglichkeit gegeben, ihren Bewegungsdrang auszuleben und ihre Sinneswahrnehmung aktiv zu fördern.

Der Besucher kann Pflanzenbeete entdecken, die teilweise als Hochbeete angelegt sind. So können Bewohner mit Rollstühlen und Rollatoren gärtnern. Entdeckenswert sind auch die Licht- und Windspiele sowie die Fitnessgeräte für Senioren.

Die Kosten für die Anlage des Gartens wurden seinerzeit anteilig von der ARD-Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ und den Johannitern getragen.