Genthin l Peter Kösling, Anwohner in der Genthiner Bebelstraße, ist zunächst einmal erleichtert: Es freue ihn und seine Frau, wie er der Volksstimme in einem Gespräch sagte, dass das Problem „zugewachsener Gehweg“ auf die Initiative der Beiden hin nun nach Wochen Beachtung gefunden habe und auch angegangen wurde. Die Überwucherungen, die eine Benutzung des Weges unmöglich gemacht hatten, sind beseitigt worden. Der wiedergewonnene Gehweg wurde sogleich, so konnte Kösling es beobachten, vor allem von jungen Leuten wieder genutzt.

Aber - und auch darüber hat die Volksstimme bereits berichtet - die Beräumung des Gehweges hat ein bis dato von den Überwucherungen verdecktes, weiteres Problem sichtbar werden lassen. Kreuz und quer hat darunter liegendes Wurzelwerk die Gehwegplatten derart hochgehoben, an einigen Stellen zerbersten lassen oder verschoben, dass sie nun arge Stolperfallen darstellen. Gefahrloses Entlanglaufen ist hier nicht möglich. Auch einen Kinderwagen kann hier keiner gefahrlos vor sich herschieben. Ganz zu schweigen davon, dass kleine Kinder auf dem Fahrrad, die ja auf dem Gehweg fahren dürfen, hier entlang radeln sollten.

Zuständigkeit ungeklärt

Die Volksstimme hatte bereits damals am 19. September sowohl die Stadt als auch die Bahn schriftlich auf das (neue) Problem aufmerksam gemacht und nachgefragt, wer für die Beseitigung dieser gefährlichen Stolperfallen sorgen werde beziehungsweise, wer dafür die Verantwortung trage. Auf ein nochmaliges Nachhaken hin am vergangenen Mittwoch reagierte die Bahn mit einem kurzen „Das ist noch in Klärung“.

Die Genthiner Stadtverwaltung hat weder damals noch jetzt (bis Redaktionschluss) auf diese Anfrage geantwortet. Aber offenbar wohl gehandelt. Denn Peter Kösling machte die Volksstimme darauf aufmerksam, dass jetzt zwei Warnbaken mit dem Aufforderungsschild, den gegenüberliegenden Fußweg zu benutzen, den Abschnitt des Gehweges, in dem die genannten gefährlichen Stolperfallen liegen, abgrenzen. Da trifft ist es sich gut, dass die Anwohner auf ihrer Straßenseite ihren jeweiligen Abschnitt des Gehweges - wie es ihre Pflicht ist - stets in Ordnung halten. Wenigsten hier kann deshalb also jeder gefahrlos entlanglaufen.

Peter Kösling weiß auch, dass das Problem der Überwucherung des Gehweges an der sprichwörtlichen Wurzel angepackt werden müsste. „Die Ursache ist“, sagt er dazu, „dass die Pappeln auf dem Bahngelände abgesäbelt wurden, die Wurzeln aber mit dem Baumstümpfen im Boden geblieben sind.“ Statt nach oben würden neue Triebe nun nach der Seite streben und so den Gehweg überwuchern.

Wurzeln drücken Platten hoch

Immer wieder aufs Neue, wenn denn nicht auch mal die Baumstümpfe samt Wurzeln aus der Erde geholt werden würden. Wurzeln, die ebenfalls nach der Seite austreiben und so die Gehwegplatten von unten in die Höhe treiben, zerbersten lassen oder verschieben würden. Eine grundlegende Wurzelbehandlung scheint an dieser Stelle also unumgänglich.