Pflanzaktion

Genthin soll mehr Blumen für Insekten bekommen

Mehr bunte Pflanzen in der Stadt und damit auch mehr Blüten für Insekten. Im Genthiner Jugendhaus wurde eine besondere Pflanzaktion vorbereitet, bei der die Teilnehmer kleine Kugeln mit Blumensamen versahen.

Von Mike Fleske
Lina-Marie Neuber und Jean Jung präsentieren die Blumenkugeln, die am "Welttag der Biene" in Genthin ausgebracht werden sollen.
Lina-Marie Neuber und Jean Jung präsentieren die Blumenkugeln, die am "Welttag der Biene" in Genthin ausgebracht werden sollen. Mike Fleske

Genthin - Kinder mit pechschwarzen Händen tummelten sich in den Pfingstferien im Jugendhaus „Thomas Morus“. Der Grund dafür: Mit einer Mischung aus Lehm, Blumenerde und Pflanzensamen wurden sogenannte Blumensamenkugeln gebastelt.

Diese sollen am „Welttag der Bienen“ in der Stadt ausgesät werden. „Auf diese Weise schaffen wir ein paar neue Flächen, die nicht nur schön aussehen, sondern auch ein Lebensumfeld für Insekten bieten“, erläuterte Sebastian Kroll vom Jugendhaus.

Lehm und Erde werden Blumensamen vermischt und zu Kugeln gerollt

Denn die Artenvielfalt sei auf allen Ebenen stark bedroht und damit auch Bienen und Hummeln. Doch sie seien ein sehr wichtiger Teil der Natur und müssen unterstützt werden, erläuterte Bianca Fliß während des Aktionstages die Grundidee.

„Ich habe einen zweijährigen Sohn, dem ich die Natur näherbringen möchte und habe gemerkt, dass auch ältere Kinder Interesse an einer solchen Aktion haben, so bin ich zum Jugendhaus gekommen.“

Die Vorbereitungen waren schnell getroffen, die Mischung für die Kugeln einfach hergestellt. In einem Eimer wurden Lehm und Blumenerde vermischt und verschiedene Aussaaten dazugegeben, die so klangvolle Namen wie „Blumenteppich“, „Insektentreff“ oder „Bienen- und Hummelgut“ tragen.

Blumenkübel sollen frische Pflanzen bekommen

Wichtig sei bei den Mischungen darauf zu achten, dass die Blumen später Nektar für Insekten böten, erläuterte Bianca Fliß. Aus der fertigen Masse formten die Teilnehmer kleine Kügelchen, die zum Trocknen ins Freie gelegt wurden.

„Ich finde, dass ist eine gute Sache für mehr Blumen in der Stadt“, meinte Teilnehmerin Jean Jung, die zuvor noch gar nichts von Blumensamenkugeln gehört hatte. Nun soll es ein paar bunte Blumen mehr in Genthin geben. Unter anderem werden die beiden großen Blumenkübel vor dem Jugendhaus und einige weitere Pflanzenbehälter und Rabatte in der Stadt bestückt.