Umwelt

Genthiner Gartenkinder erkunden die Natur im Altenplathower Volkspark

Expertin Antje Sonntag führt Gruppe aus dem Morus-Jugendhaus durch das Stadtgrün und berichtet über Tiere und Pflanzen.

Die Gartenkinder des Jugendhauses waren im Volkspark unterwegs.
Die Gartenkinder des Jugendhauses waren im Volkspark unterwegs. Foto: Mario Randel

Genthin - Mike Fleske

Die Gartenkinder des Morus-Jugendhauses kümmern sich eigentlich um die Beete auf der Außenfläche der Einrichtung und um ein Blumenbeet am Wasserturm. Doch ab und zu sind sie auch in der Stadt unterwegs, um sich über Pflanzen und Tiere im unmittelbaren Umfeld zu informieren. Jüngst begleitete die gelernte Garten- und Landschaftsgestalterin Antje Sonntag einen solchen Ausflug.

Gemeinsam mit den sieben Kindern aus der Gruppe erkundete sie den Volkspark und zeigte  die vielen verschiedenen Kräuter und Bepflanzungen. Dabei sammelten die Teilnehmer Kräuter wie Thymian, Schnittlauch und Löwenzahn. Diese wurden zerkleinert und daraus Kräuterbutter hergestellt. „Die schmeckt lecker“, bekundeten die Gartenkinder.

Insekten mit dem Lupenglas beobachtet

Mit dem Kescher wurden einzelne Insekten gefangen, mit einem Lupenglas untersucht und anhand von verschiedenen Büchern bestimmt. „Trotz der ungemähten Flächen war es sehr schade, keine Artenvielfalt zu entdecken“, bedauerten die Teilnehmer. Allerdings war die Gruppe bei ihren Beobachtungen auch erfolgreich: „Mit einem Fernglas erspähten wir verschiedene Vögel und andere Waldbewohner.“

Zum Abschluss erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes  über den Holunderstrauch, dessen weiße Blüten sich derzeit besonders eindrucksvoll zeigen. Bekannt ist der Strauch aber vor allem durch seine Beeren. Aus denen sich ein köstlicher Sirup oder Saft zubereiten lässt.

Holunderbeeren nicht roh essen sonst droht eine Vergiftung

Dieser ist sogar gesund, denn Holunder gilt als wirkungsvolles Heilmittel. Allerdings müssen die Beeren vor dem Verzehr immer erst erhitzt werden, damit sich die Giftstoffe auflösen. Holunderbeeren sollen daher auf keinen fall roh gegessen werden, da es sonst zu deutlichen Vergiftungssymptomen kommen kann.

Aber mit den Ästen des Strauches lässt sich auch basteln. Das erfuhren die Teilnehmer, als sie zum Abschluss des Rundganges aus einem Holunderast Kugelschreiber herstellten, die sie mitnahmen. Für die Gruppe sei es ein lehrreicher und spannender Nachmittag gewesen, meinte Mario Randel, der die Gartenkinder im Jugendhaus begleitet.