Aktion

Genthiner Stadtwappen weht am Ufer des Elbe-Havel-Kanals

Bürgermeister Matthias Günther übergibt dem SV Chemie Genthin eine Flagge mit städtischem Zeichen.

Vor dem Bootshaus weht nun eine Flagge mit dem Stadtwappen Genthins Foto: Stadt Genthin

Genthin (ie)

Fast war es ein feierlicher Moment, als am Dienstag die Flagge mit dem Stadtwappen Genthins am Elbe-Havel-Kanal gehisst wurde. Seitdem weht sie am Ufer weit sichtbar zwischen der Fußgängerbrücke und dem Genthiner Bootshaus.

Die Flagge hat Stadtchef Matthias Günther zur Verfügung gestellt und gemeinsam mit Hafenmeister Rolf Hoppe aufgezogen. Hoppe betreut den Genthiner Sportboothafen für den SV Chemie Genthin.

Flagge zeigt erstmals das digital überarbeitetes Stadtzeichen

Das Besondere an dieser Flagge sei, so Matthias Günther, dass erstmals auf einer öffentlichen Fläche das neue digital überarbeitete Stadtwappen zu sehen ist. Gestaltet hat es der Genthiner Werbegrafiker Christian Greuel.

Mit dieser Überarbeitung ist die Abbildung in den Konturen wesentlich deutlicher nachgezeichnet und für den Druck optimiert. Die Geschichte der Gestaltung reicht mehr als 300 Jahre zurück. In der ersten gedruckten Chronik Genthins aus dem Jahr 1803 wird das Stadtwappen wie folgt beschrieben: „Die Stadt führt im Wappen das Bildnis der Maria, welche ihr Kind auf dem linken Arme hält.“

Zu den Stadtfarben schreibt der Autor, Pastor Johann August Christoph von Einem, nichts. In späteren Siegeln wurde die Madonna noch von Palmwedeln flankiert. Die Gottesmutter wirkt als Schutzpatronin der Stadt.

Wappen zeigt Gottesmutter mit dem Jesuskind

Das Wappen der Stadt Genthin in der heute verwendeten Form zeigt im roten Schild eine Gold-gekrönte Frauengestalt in goldenem Gewand mit dem Kind auf dem linken Arm (heraldisch rechts). Es ist die vereinfachte Darstellung der Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind.

Eine Überarbeitung erfuhr das Wappen übrigens vor genau 50 Jahren anlässlich der 800-Jahr-Feier mit einem Entwurf von Klaus Börner, Grafiker und langjähriger Museumsleiter.

Der Magdeburger Grafiker Paul König hatte diesen Entwurf umgezeichnet. Die Grundlage dieser Darstellung bildeten alte Stadtsiegel und Stadtwappen. Die älteste Darstellung befindet sich als Siegelabdruck auf einer Urkunde aus dem Jahr 1690.

1995 ist das Wappen offiziell bestätigt worden

Über ihren Aufbewahrungsort werden keine Angaben gemacht, es wird vermutet, dass sich diese im Urkundenbestand des Landeshauptarchivs in Magdeburg befindet.

Orientiert an der Grundform der ältesten Darstellungen wurde ab 1971 der humanistische Charakter der Mutter mit dem Kind hervorgehoben. Der Betrachter lenkt nun sein Augenmerk auf das Wesentliche, die Figur und die Tinktur, also Rot und Gold beziehungsweise Gelb.

Mit Wirkung vom 15. September 1995 bestätigte das Regierungspräsidium Magdeburg das bisherige Wappen, gleichzeitig wurden die Farben der Stadtfahne, Rot und Gelb mit dem Wappen in der Mitte, bestätigt.