Genthin l Den ganzen Nachmittag über schenkten sich das Team Bürgermeister und das Team der Herausforderer nichts. Denn in beiden Mannschaften waren am Sonntag bei der Aktion „Grill den Bürgermeister!“ innerhalb der diesjährigen Interkulturellen Woche wahre Koch- und Anrichtekönner am Start. Sowohl die beiden Herausforderer-Chefs Gordon Heringshausen und Thomas Dittert als auch Bürgermeister Matthias Günther wussten offensichtlich sehr genau, was sie da taten und gaben sich mit einfachem Schnippeln und dann auf den Grill legen nicht zufrieden. Da wurde zum Beispiel nicht einfach die fertige Grillbutter genommen, sondern diese extra frisch zubereitet.

Von vielen begeisterten Genthinern wurde die Aktion, die vom Jugendhaus „Thomas Morus“ mit sehr viel Liebe zum Detail bei der Dekoration und unter erschwerten Corona-Bedingungen vorbereitet wurde, bei schönsten Spätsommerwetter live auf dem Marktplatz verfolgt. Das stetige Kopf-an-Kopf-Rennen beim Zubereiten von Grillspießen mit Bacon, türkischem Hähnchen-Kebab, Grill-Kartoffeln und als Dessert amerikanische S‘mores (Marshmallows zwischen Keksen mit Schokolade verziert) verfolgten zur Freude der Akteure viele begeisterte Genthiner.

Viele Genthiner verfolgen Aktion

Dabei durften die beiden Grill-Teams nicht trödeln, die Zubereitung innerhalb von bestimmten Zeiten war vorgegeben. 15 Minuten beispielsweise für die Grillteig-Spieße mit Bacon. Hier legten Team-Chef Heringshausen, Sophie, Melissa, Fabian und Julara vielleicht schon die Grundlage für den späteren Sieg: 29:25 Punkten hieß schließlich das Ergebnis zu ihren Gunsten.

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Nachdem Heringshausen den Herausforderer-Chef-Kochhut an Thomas Dittert weitergegeben hatte, legte Letzterer noch eine Schippe drauf. Beim Grillgericht Hähnchen-Kebab legte er die als zierende Beilage gedachten Karotten auch noch mit auf den Grill – nicht ohne, dass zuvor sein Team die geschnippelten Gemüsesticks in frisch zubereitete Marinade getaucht hatte. Das bewertete die Jury mit der an diesem Tag nur einmal vergebenen Höchstpunktzahl 30. Aber auch beim Team Bürgermeister waren neben dem Team-Leiter Kinder am Werk, die offensichtlich nicht zum ersten Mal zu Küchenmesser und Kochschürze gegriffen haben.

Jedes Gericht wird zweimal verkostet

Jonas und Kai zeigten unter anderem beim Anrichten ein Talent, das nicht jedem gegeben ist und präsentiertem dann gemeinsam mit der kleinen Jean stolz die angerichteten Grillteller.

Die Mitglieder der Jury hatten gut daran getan, mit vorher nicht gefülltem Magen auf ihren Plätzen unterm Zeltdach Platz zu nehmen. Schließlich galt es, stets zweimal die gleichen Gerichte zu verkosten und dabei noch Platz für die Proben des nächsten Gerichtes zu lassen. Als es dann an das Kosten des süßen Desserts ging, hätte man vermuten können, dass das ein oder andere Jury-Mitglied eigentlich bereits pappesatt sei. Nichts da, alle Jury-Mitglieder ließen beim Nachtisch kaum einen Krümel auf den Tellern zurück. Und auch das Publikum durfte schließlich von dem Dessert naschen, denn die Kinder in den beiden Teams hatten voller Spaß reichlich davon zubereitet – die durch das Grillen weich gewordenen Marshmellwos ließen wunderbar die beiden Kekse oben und unten an ihnen anhaften.

Moderator und Punktrichter in Hochform

Zur Hochform liefen bei der Aktion Jugendhaus-Leiter Ronny Harzendorf als Moderator und Sebastian Kroll als Wächter über die Punktzahlen auf. Schließlich galt es auch, während der Zubereitungszeiten das Publikum zu unterhalten. Das geschah durch Zwischenrunden mit verschiedenen Spielen, bei dem die beiden Teams weitere Punkte sammeln konnten: zum Beispiel beim Blindverkosten oder beim „Wiegen ohne Verbiegen“ (eine genau bestimme Länge eines Stücks Gurke ohne Messmöglichkeit abzuschneiden).

Ihres wichtigen Amtes waltete am Sonntag auch Natalie Sophie Wolff, ihres Zeichens Grillprinzessin. Unermüdlich bot sie Lose feil, deren Erlös einem guten Zweck zukommen wird, und stand gemeinsam mit einem Kleinen Muck oder auch dem Bürgermeister für Erinnerungsfotos bereit.

Gegen 17.30 Uhr hatten es das Team der Herausforderer dann geschafft: Mit 93 Punkten konnte es einen denkbar knappen Sieg einfahren. Denn das Team des Bürgermeisters konnte 91 Punkte für sich verbuchen. Die beiden verwendeten Kugelgrills wurden schließlich blitzeblank geputzt, damit Bürgermeister Matthias Günther sie mit seiner Unterschrift signieren konnte.