Genthin l „Es war ein sehr schöner Ausflug“, lobten die Teilnehmer einer kleinen Reisegruppe aus Genthin nach ihrer Rückkehr und waren sichtlich beeindruckt von der am Tag gesehenen Natur und den zahlreichen Bauwerken der Harzregion.

Auf Anregung von Andrè Eikel, Leiter des Jugendhauses Thomas Morus in Genthin, war die Fahrt initiiert worden. „Wir wollen von Zeit zu Zeit besondere Ausflüge anbieten, um neue Eindrücke zu vermitteln“, erläutert Eikel.

Dafür hatte er auch eine ganz besondere Reise vorbereitet. Sie führte die Gruppe nach Quedlinburg und Wernigerode. „Besonders beeindruckend war das Schloss“, meinte Jamal Kialy.

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Barockschloss und Tropfsteinhöhle

„Das war ein echtes deutsches Märchenschloss“, meinte er mit Blick auf die Anhöhe auf der der barocke Bau errichtet wurde. Das auf dem rund 120 Meter hohen Agnesberg stehende Barockschloss wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Als Wohn und Repräsentationsschloss diente es den Fürsten zu Stolberg/Wernigerode noch bis 1929.

Heute sind hier das berühmte Schlossmuseum und eine Außenstelle der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt untergebracht. Aber auch von Quedlinburg schwärmten die Ausflügler.:„Eine wunderbare historische Stadt.“

Besonders die historische Altstadt mit ihren kopfsteingepflasterten Straßen, verwinkelten Gassen und kleinen Plätzen hatte es den Genthinern angetan. In der Quedlinburger Altstadt befinden sich gut 2000 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten. Das Renaissance-Rathaus mit der Roland-Statue am Markt ist ein beliebtes Fotomotiv. Auch den Schlossberg mit der romanischen Stiftskirche besuchte die Gruppe aus der Kanalstadt. Mit viel Interesse durchliefen die Besucher auch die Baumannshöhle im Ortskern von Rübeland.

Die im Devon-Kalk des Elbingeröder Komplexes entstandene Baumannshöhle ist etwa 1950 Meter lang und gilt bei den Forschern als weitestgehend erschlossen. Die Genthiner wandelten mit ihrem Besuch auf mehrfach historischen Pfaden.

Auf Goethes und Leibniz Spuren

Denn auch Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Wissenschaftler Gottfried Wilhelm Leibniz waren hier zu Gast und bestaunten die massiven Tropfsteine. Bekannt geworden ist die Höhle unter anderem wegen der zahlreichen Knochenfunde des heute ausgestorbenen Höhlenbären, der hier auch als Nachbildung zu bewundern ist.

„Das war sehr interessant“, befand Besucherin Lesia Ryzhenko. So etwas habe sie vorher noch nicht gesehen. Überhaupt sei es Tag mit vielen schönen Eindrücken gewesen. „Mir hat die Reise sehr viel Spaß gemacht“, empfiehlt sie die Gegend für Interessierten.