Parey l Christiane Wagner und Christine Schreiber haben auch diesen neuen Kalender des Heimatvereins wieder in ehrenamtlicher Tätigkeit zusammengestellt. Sie wurden dabei von Pareyer Bürgerinnen und Bürgern unterstützt, die dafür Fotos kostenfrei zur Verfügung gestellt haben. „Der Fotovermerk auf den einzelnen Seiten bezieht sich also auf den Bürger, von dem das Bild gekommen ist. Das heißt aber nicht, das er auch der Fotograf gewesen ist“, weist Christiane Wagner auf diesen Umstand hin.

Der erste Heimatkalender erschien übrigens im Jahre 1999. Christiane Wagner: „Die Idee dazu entstand durch unsere 1050-Jahr-Feier. Es wurden damals alte Ansichten von Parey gezeigt. Die Bürgerinnen und Bürger unterstützten die Aktion sehr gern, weil sie ja auch ein Stück Geschichte dokumentiert.“ Seit dem Jahr 2002 hat der Heimatverein dann jährlich einen neuen Kalender herausgebracht. „Darin wollten und wollen wir vorstellen, was in Parey sehenswert an Landschaften und Gebäuden ist“, so Christiane Wagner.

Auflage von 150 Stück

Die Themen waren unterschiedlich, reichten von Bauarbeiten am heutigen Kühne’s Loch über eine Bilderreise durch die Zeit bis hin zu Pareyer Künstlern. Der Kalender für das Jahr 2021 ist in einer Auflage von 150 Stück erschienen. Bisher am meisten verkaufte sich der Heimatkalender für das Jahr 2019. Mit 220 verkauften Exemplaren wurde der bisherige Rekord aufgestellt.

Der neue Heimatkalender wurde wieder durch den Heimatverein selbst finanziert und der Erlös aus dem Verkauf kommt wie in den Vorjahren der weiteren Arbeit des rührigen Vereins zugute. Zum 80. Mal jährt sich im Jahr 2021 der Deichbruch. Ein sehr strenger Winter zum Jahreswechsel von 1940 auf 1941 führte zu meterdickem Eis auf der Elbe. Dieses konnte nur durch Eisbrecher gebrochen werden.

Als Ende Januar 1941 ein plötzlicher Wetterumschwung einsetzte, floss die Elbe gerade mit sehr viel Schmelzwasser, was zu Hochwasser führte. Darin befanden sich auch die Eisschollen. In Höhe der Pareyer Schleuse zerstörten diese am 18. Februar 1941 schließlich den Deich. Im Verbindungsdeich entstand eine etwa 30 bis 40 Meter breite Lücke, durch die sich die Wasserfluten ihren Weg bahnten. Sie flossen in der alten Genthiner Elbrinne bis zur Havel. Teile von Genthin und der Umgebung wurden von ihnen überflutet.

Mitglieder bringen sich in Gemeindeleben ein

Der Heimatverein Parey wurde bereits im Jahre 1991 gegründet. Seitdem sorgen die Mitglieder maßgeblich mit für ein abwechslungsreiches Gemeindeleben in Parey. Sie organisieren die jährlichen großen Feste wie zum Beispiel das Maifest oder die Aktivitäten zum Mühlentag zu Pfingsten an der Paltrock-Mühle mit. Auch beim Weihnachtsmarkt mischen sie jedes Jahr kräftig mit.

Besonders rührig sind Heimatvereinsmitglieder bei der Aufarbeitung der Geschichte von Parey. Es sind schon einige Hefte dazu erschienen, zum Beispiel eine Kindergartenchronik oder auch die Broschüre über den Pareyer Lustgarten. Für den Erhalt beziehungsweise die Sanierung der Dorfkirche in Parey haben sie schon Benefizkonzerte organisiert. Auch die Organisation von Fahrradtouren haben sie sich auf die Fahnen geschrieben.