Genthin l Geschnippelt und Gebrutzelt werden soll in diesem Jahr wieder mit dem Genthiner Bürgermeister. Im Rahmen der Interkulturellen Woche plant das Jugendhaus „Thomas Morus“ erneut ein Kochduell, in dem Jugendliche gegen Bürgermeister Matthias Günther antreten. Nachdem der Wettbewerb im vergangenen Jahr so erfolgreich gewesen sei, möchte das Thomas-Morus-Jugendhaus an der Veranstaltung festhalten, sagte Einrichtungsleiter Ronny Harzendorf beim gestrigen Treffen des Regionalen Arbeitskreises für Jugendarbeit (Raja).

Bei dessen Zusammenkunft wurde unter anderem die Planung der Interkulturellen Woche besprochen, die in diesem Jahr vom 20 bis 27. September stattfinden soll. Alles unter dem Vorbehalt, dass die Umstände der Corona-Pandemie eine Veranstaltung dieser Größenordnung erlauben. „Wir wissen nicht, was bis dahin passiert. Aber planen müssen wir vorher“, erklärte Elke Förste, Koordinatorin der Partnerschaft „Demokratie leben“.

„Grill den Bürgermeister“ als Auftakt

Der Startpunkt der Interkulturellen Woche ist auf das Ende des Genthiner Kartoffelfestes festgelegt worden, die Aktion „Grill den Bürgermeister“ soll dabei den Auftakt bilden. Im Rahmen der Festwoche soll auch das Hoffest des Thomas-Morus-Jugendhauses wieder stattfinden. Dieses wird durch einen interkulturellen Basar ergänzt.

Bilder

Zusendungen für animierten Film

Als Premiere wird auf der interkulturellen Woche auch ein animierter 2-D-Film zum Thema „Demokratie“ gezeigt, wie Elke Förste ankündigte. Der Film entsteht aus den Zuschriften, die im Rahmen der Aktion „Pimp your Bus“ eingereicht wurden.

Jugendliche und Kinder waren in Rahmen des Projektes vor einigen Monaten dazu aufgerufen worden, Grafiken zu entwerfen, mit denen man Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz darstellen kann. Diese werden anschließend zwei Busse schmücken, die bis zum 1. Juli fertig sein sollen. Danach sollen sie den öffentlichen Nahverkehr des Jerichower Landes bereichern. Wann genau die Busse übergeben werden, steht noch nicht fest.

Gewinner in dem Sinne gibt es bei der Aktion keine. Zusammen mit einer Vertreterin der Werbefirma hätten sie darauf geachtet, dass von jeder Zusendung ein Teil einen Platz auf den Bussen findet, so Förste. So sei keiner benachteiligt worden.

Initiiert wurde das Bus-Projekt von der Partnerschaft für Demokratie Burg und Jerichower Land, „Demokratie leben“, der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Sachsen-Anhalt sowie den Ministerien für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Arbeit, Soziales und Integration.

Initiatoren freuen sich über rege Beteiligung

„Wider Erwarten haben wir so viele Einsendungen erhalten, dass es viel zu schade wäre, nicht noch mehr daraus zu machen“, erzählte Elke Förste, die sich sehr über die rege Beteiligung gefreut hatte. Die Kinder und Jugendlichen hätten sich ausgesprochen viel Mühe gegeben. „Die Kita in Schlagenthin hat sogar eine ganze Projektwoche dazu gemacht“, sagte Förste.

So sei schließlich die Idee entstanden, die weiteren Kunstwerke für die Gestaltung eines Film zu verwenden und diesen in die Interkulturelle Woche einfließen zu lassen.

Eine weitere Teil der Veranstaltung könnte der Grundschulmarathon des Jugendhauses „Thomas Morus“ werden. Dieser sollte eigentlich im vergangenen Sommer stattfinden, musste aber kurzfristig aufgrund einer Unwetterwarnung abgesagt werden. Der angedachte Ersatztermin vor den Ferien sei aber aufgrund der aktuellen Situation zu unsicher, so Ronny Harzendorf. Verschiebe man den Grundschulmarathon auf einen Zeitpunkt nach den Sommerferien, könne er thematisch gut in der Interkulturellen Woche aufgehoben sein. Er gab aber auch zu bedenken: „Zwar findet die Veranstaltung im Freien statt, aber es treffen schon Menschenmassen aufeinander.“

Auch Elke Förste hatte Einwände. „Wir wollen das Ganze auch nicht zu groß werden lassen“, sagte sie. Ob die Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche stattfinden wird, bleibt also fraglich. So oder so möchte das Jugendhaus die Aktion aber nachholen.