7. Treffen

Jerichower Oldtimerfreunde laden ein

Die Jerichower Oldtimerfreunde laden bereits zum 7. Mal zu einem großen Treffen ein. Es findet am 8. und 9. August statt.

Von Sigrun Tausche

Jerichow l Am Sonnabend und Sonntag sind jeweils ab 10 Uhr Oldtimer-Fans mit und ohne Fahrzeuge auf dem ehemaligen Domänenhof willkommen. Die Gastgeber aus Jerichow und Umgebung freuen sich schon auf das Wiedersehen mit Gleichgesinnten von überall her, aber auch auf viele neue Gäste.

Die „Jerichower Oldtimerfreunde“ gibt es nun seit zehn Jahren, und seit 2013 sind sie eingetragener Verein. Die Mitgliederzahl wurde kontinuierlich größer. Ein neues Mitglied ist wieder dazu gekommen – ein Rentner aus Stendal. Nun sind es 25. Ein weiterer Interessent aus Kabelitz ist gerade im „Probejahr“. „Bei uns kann jeder erstmal ein Jahr hineinschnuppern, ehe er sich entscheidet, Mitglied zu werden“, erklärt Vorsitzender Gerold Giese. Aber wer erstmal „Feuer gefangen“ hat, bleibt meist auch.

Zweifellos wird an den beiden Tagen der alte Domänenhof wieder voll stehen mit tollen alten Maschinen auf zwei, vier und manchmal auch drei Rädern. Oldtimerfreunde aus Rathenow, Stendal und Möckern haben sich schon angemeldet, berichtet Gerold Giese. Viele weitere werden sicher spontan kommen.

Neben dem Austausch untereinander ist für viele auch der Teilemarkt interessant, den es hier jedesmal gibt. Und bestimmt werden auch wieder etliche Gäste an der gemeinsamen Ausfahrt teilnehmen. Der Plan dafür ist schon fertig, verrieten die Gastgeber – wie er im Detail aussieht, aber noch nicht. Das soll eine Überraschung sein. Nur so viel: Die Tour wird kürzer als beim letzten Mal – etwa 35 Kilometer lang. Es soll eine relativ langsame Ausfahrt werden, bei der fast jeder mitmachen kann – mit zwei Rädern oder mit vier.

Die Jerichower pflegen neben ihren schmucken alten Maschinen auf zwei Rädern auch manchen ganz besonderen Oldtimer: Einer davon ist die „Ameise“, ein E-Karren aus den 50er Jahren, den sie im vorigen Jahr in einem wenig attraktiven Zustand bekommen hatten. Er ist nun fast nicht wiederzuerkennen: entrostet, gestrichen, das Holz der Ladeklappen abgeschliffen und mit Firnis behandelt, sieht er fast wie neu aus. Nur mit der neuen Batterie hat es nicht auf Anhieb geklappt: Zwar hatten sie eine „neue“, noch nie benutzte Batterie dazu bekommen, aber die musste nun erstmal neu befüllt werden. Das haben die Oldtimerfreunde in Neuruppin machen lassen und sind zuversichtlich, dass bis zum Treffen am Wochenende alles fertig ist. Das Bodenblech liegt schon bereit: Es muss aber nach der Batterie eingebaut werden.

Noch nicht aufgearbeitet ist die jüngste Errungenschaft – ein alter Dreschkasten. Der stammt aus dem Jahr 1931 und stand bis vor kurzem in einer alten Scheune in Bamme bei Rathenow. Mit einem Tieflader wurde er nach Jerichow transportiert – und soll natürlich auch wieder in Gange gebracht werden.

Wenn den Oldtimerfreunden von irgendwo besondere alte Maschinen angeboten werden, dann fällt das Nein-Sagen schwer. So ist zum Beispiel Fred Lücke zu einem besonders geländegängigen Geländewagen gekommen: einem „GAZ 69“ – einen „Russen-Jeep“, wie er scherzhaft sagt.

Übrigens wird es diesmal beim Jerichower Oldtimertreffen noch etwas Neues geben: Am Sonnabend wird die Verkehrswacht Burg auf dem Gelände vor der Klosterkirche präsent sein, kündigte Gerold Giese an. Sie wird einen Fahrsimulator mitbringen, und man kann sich mit einer „Alkoholbrille“ auf der Nase auf einem Parcour versuchen. Das ist natürlich auch für Kraftfahrer, die lieber Fahrzeuge jüngeren Datums steuern, interessant.

Nicht zuletzt wird auch für Speis und Trank bestens gesorgt sein, unter anderem mit zwei Schweinen am Spieß.