Jerichow l Stadtarbeiter Ralf Braunschweig wurde beauftragt, federführend den Jubiläumsumzug zum Geburtstag der Stadt Jerichow am 22. Juni zu organisieren. Der Startschuss für die Vorbereitungen fiel schon im vergangenen Jahr mit Gründung und Konstituierung eines Festkomitees. Mit dabei, neben dem Vorsitzenden Andreas Dertz, auch Christiane Lange als stellvertretende Vorsitzende des Ortschaftsrates. Sie arbeitet in der Jerichower Kindertagesstätte „Wirbelwind“. Das tut auch Heidrun Bolicke, die auch zum Festkomitee gehört. Das Kloster Jerichow als historisches Zentrum ist mit dem derzeitigen Museumsleiter Benjamin Sommer und der Marketingverantwortlichen Tina Döbel vertreten.

Treffen im Bürgerhaus

Nun gibt es weitere Schritte nach vorne. So lädt der Jerichower Ortsbürgermeister nun am 21. Januar um 19 Uhr alle „engagierten, kreativen, interessierten und neugierigen Bürger“ zur Vorbereitung des Jubiläums in das Bürgerhaus ein.

Hier ist nicht nur Ideenfindung angesagt. Hier wird erst einmal zurückgeschaut.

Ralf Braunschweig berichtet, dass im Rahmen des Treffens eine digitalisierte Fassung eines Films vom Umzug vor 25 Jahren gezeigt wird. Ursprünglich handelte es sich um eine Videokassette. Doch mit moderner Technik war es in der letzten Zeit möglich, daraus eine digitalisierte Fassung zu entwickeln.

Eintauchen in die Zeit

Eine ganz große Hilfe zur Vorbereitung des Umzugs und des Festes kam vom amtierenden Museumsleiter. Als Mitglied des Festkomitees stöberte er in den Archiven des historischen Klosters, ein Zentrum der Entwicklung Jerichows. Und Sommer wurde fündig. So händigte er Braunschweig viele Materialien und Bilder aus. Beim Blättern taucht man ein in die Zeit kurz nach der Wende 1989/90. Damals war noch Günther Blume Bürgermeister der Stadt Jerichow, berichtet Braunschweig. Es gibt bekannte und heute nicht mehr so bekannte Gesichter. Die Materialien seien auf jeden Fall sehr wichtig für die Vorbereitung.

Schon jetzt wird nach Aussagen Braunschweigs klar: Der Umzug wird ein historischer. Er beginnt mit der erstmaligen Erwähnung des Klosters vor 875 Jahren. „Schon jetzt wird überlegt, wo wir historische Kostüme für die jeweiligen Epochen ausleihen können“, berichtet Braunschweig. So laufen die Vorbereitungen für das historische Spektakel auf Hochtouren.

Mitten drin auch der Orts-chronist Rolf Naumann. So befasst er sich nicht nur in seinem Amt und als vielgeschätzter ehemaliger Leiter des Museums des Kloster Jerichows mit der Historie.

Kurzweilig

Schon im vergangenen Jahr setzte er mit seinem Vortrag bei der Jerichower Volkssolidarität über das Leben der Prämonstratenser einen wertvollen Beitrag. Sehr kurzweilig und im Gewand eines Prämonstratensers ließ Naumann die Senioren in die Welt des Ordens blicken.

Naumann ist Mitglied im Förder- und Heimatverein Stadt und Kloster Jerichow. Ach der Kalender für dieses Jahr setzt viele historische Noten. Er wurde gemeinsam von Naumann und dem Vereinsvorsitzenden Gerhard Ritter konzipiert.

Am 24. Januar geben beide Männer um 19 Uhr in Poeges Hotel eine Einführung in den Kalender und bereichern das Material für das Jubiläum.