Parey l „Ich bin superglücklich. Ich habe die Hoffnung nie aufgegeben. Die Arbeit hier im Jugendhaus ist eine Berufung für mich geworden. Das hat von Anfang an gepasst“, kann Kerstin Jende ihr Glück mit der Festanstellung noch immer nicht so richtig fassen. Die Arbeit im Jugendhaus ist nicht neu für sie, denn sie war seit eineinhalb Jahren schon auf 20-Stunden-Basis und darüber hinaus auch ehrenamtlich in der Jugendeinrichtung der Gemeinde Elbe-Parey tätig.

Bedarf war vorhanden

„Wir hatten ja auch den Bedarf, hier nicht nur mit einer Leiterin und einem Mitarbeiter zu arbeiten. Wir sind total glücklich über die Bundesförderung, denn für uns ist auch die Kontinuität sehr wichtig“, so Nicole Golz, Bürgermeisterin der Gemeinde Elbe-Parey. Kerstin Jende ist jetzt eine vollwertige Arbeitskraft mit 40 Stunden. „Von 20 auf 40 Stunden, das ist kein Problem für mich. Ich habe auch vorher schon ehrenamtlich gearbeitet“, so Kerstin Jende.

„Durch diese Förderung erhält Kerstin Jende eine längerfristige Perspektive zur Teilhabe am Arbeitsmarkt. Auch die Beschäftigungsfähigkeit wird dadurch nachhaltig gefördert“, erklärt Ulrike Mylius, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Jobcenter Jerichower Land. „Die Kinder hier haben sich sehr gefreut, dass Kerstin wieder da ist. Sie war immer verlässlich“, machte Jugendhaus-Leiterin Ulrike Paul deutlich.

Unterstützung für Fachpersonal

Mit der neuen Vollbeschäftigung der 48-Jährigen ergeben sich jetzt auch weitere Möglichkeiten für die Gestaltung der Jugendarbeit. Sie soll das Fachpersonal bei der Betreibung des Jugendhauses Parey unterstützen und die Angebote begleiten.

Schon in den bevorstehenden Winterferien kann sich Kerstin Jende mit einbringen. Dort gibt es beispielsweise eine Kreativwerkstatt. Ulrike Paul: „Weitere Großprojekte sind noch im Gespräch beziehungsweise in der Planung.“ Die Gemeindebürgermeisterin und die Jugendhaus-Leiterin werden auch immer ein offenes Ohr Kerstin Jende haben.

Maßnahme über fünf Jahre

Um langzeitarbeitslose Menschen gezielter zu unterstützen, gibt es seit Jahresbeginn durch das Teilhabechancengesetz zwei neue Fördermöglichkeiten: die „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ und die „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen“.

Das Programm „Teilhabe am Arbeitsmarkt“, dazu gehört Kerstin Jende, wurde neu eingeführt. Die Maßnahme läuft über fünf Jahre. Die ersten beiden Jahre werden mit 100 Prozent gefördert. Für das dritte Jahr gibt es eine 90-prozentige, für das vierte Jahr eine 80-prozentige und für das fünfte Jahr eine 70-prozentige Förderung. Während der Förderungszeit erfolgt eine ganzheitlich beschäftigungsbegleitende Betreuung (Coaching) für Kerstin Jende.

Ansprechpartnerin Nicole Tusch informiert interessierte Unternehmen telefonisch unter 03933/94 21 57 oder per E-Mail unter Nicole.Tusch@jobcenter-ge.de.