Hohenseeden l Der Tanz liegt Mareen Rümschüssel im Blut. Seit nunmehr 20 Jahren ist die Grundschullehrerin der Grundschule Burg-Süd Mitglied im Hohenseed’ner Carnevalverein. Damit folgte sie ihrer Schwester. Von Anfang an war die Hohenseedenerin ein „Tanzmädchen“. Begonnen hatte sie damals mit einigen anderen als „Tanzgirl“. Mit der Zeit ist die heute 31-Jährige zu den „Poppys“, den großen Mädchen und Frauen, aufgestiegen.

Gemeinsam kreativ sein

Doch es blieb für Mareen Rümschüssel nicht nur beim Mittanzen. Sie brachte Ideen zur Umsetzung der ausgewählten Songs mit ein. Davon profitierten und profitieren bis heute die Kindertanzgruppe, die „Poppys“ und auch die Männertanzgruppe. „Mittlerweile kommen die kreativen Ideen bei den ,Poppys’ von vielen Gruppenmitgliedern, denn grundsätzlich sind alle gleichberechtigt. Dann setzen wir uns zusammen, wählen die Musik aus und werden kreativ tätig“, so Mareen Rümschüssel. „Manchmal habe ich einige auch zur Verzweiflung gebracht, weil ich immer noch etwas mehr wollte.“ Es gab aber noch nie jemanden, der gesagt hat, wie es gemacht wird. Alles ist Teamwork.

Bis vor zwei Jahren hat Mareen Rümschüssel die Kindergruppe unterstützt. „Mittlerweile sind sie alle schon groß.“ Wichtig sei es bei einer Kindergruppe, dass „man den Geschmack der Kinder und des Publikums trifft“, weiß Mareen Rümschüssel aus Erfahrung. „Denn die Kinder haben schon ihren eigenen Kopf.“ Wichtig sei es, die richtige Musik auszuwählen, denn sie muss auch zum Karneval passen. Mareen Rümschüssel: „Bisher haben wir immer einen Kompromiss gefunden.“

Unterstützung beim Männerballett

Das Männerballett unterstützt Mareen Rümschüssel in erster Linie mit ihren Ideen. „Es macht unheimlich viel Spaß. Die Talente der Männer sind sehr unterschiedlich. Sie müssen nur richtig motiviert werden.“ Auch hier muss stets ein vernünftiger Kompromiss gefunden werden, „weil ich das auch sehr perfekt machen möchte“. Mit der Zeit hat die Hohenseedenerin festgestellt, dass „sich die Männer besser lenken lassen als Kinder und sie verlassen sich auf das, was gesagt wird“. Und meistens ziehen sie auch das an, was ihnen gegeben wird. Mittlerweile hat sie auch ihren Ehemann Robert mit dem Tanzen angesteckt, denn er gehört jetzt auch zum Männerballett. Und vielleicht folgt der dreijährige Sohn Alfred mal seinem Papa. Den Schlachtruf des Hohenseed’ner Carnevalvereins beherrscht er jedenfalls schon.

Auch bei der Auswahl der Kostüme herrscht Teamwork. Es werden gemeinsam die Ideen eingebracht. Der Großteil der Kostüme wird gekauft, Umänderungen aber selbst vorgenommen.

Mit dem Pony durchs Dorf

Aber auch außerhalb der Karnevalsaison machen die Vereinsmitglieder viel miteinander. So werden runde Geburtstage oder Hochzeiten seit etwa zehn Jahren gemeinsam gefeiert. Und da gab es schon so manche Überraschung, wie Mareen Rümschüssel aus eigener Erfahrung weiß. „Zu meinem 30. Geburtstag bin ich auf einem Pony durch das Dorf geritten. Zu meiner Hochzeit gab es ein gemeinsames Frühstück.“In diesem Jahr legt Mareen Rümschüssel nach der Geburt ihren zweiten Kindes eine Karnevals-Pause ein.

Termine: Erste Festsitzung am 23. Februar, zweite Festsitzung am 2. März. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr im Kulturhaus Hohenseeden. Einige Restkarten gibt gibt es lediglich noch für den 23. Februar unter Telefon 0172/9000367.