Briest l Er ist klein, aber mit viel Liebe zum Detail gestaltet: der Kalender von Geschichtskreis und Marionettenbühne (GuM). Beim ersten Aufschlagen wird der Zweck deutlich – Es ist in erster Linie ein Dankeschön für die Mitarbeiter und für diejenigen, die das Schaffen des Kreises mit unterstütz haben. Neben dem Kalendarium fokussiert der Kalender die romanischen Backsteinkirchen im Elbe-Havel-Winkel. Und hier führt der Weg zur historischen Kirche in Melkow.

Gleich einer mächtigen Burg erhebt sich die über achthundert Jahre alte Backsteinkirche inmitten des kleinen Dorfes. Schon von Weitem beeindruckt den Besucher das massive, wuchtige Westwerk. Nicht nur das Äußere der Kirche überdauerte die Jahrhunderte nahezu unverändert. Im Unterschied zu den anderen romanischen Dorfkirchen der Region blieb ihr Innenraum weitgehend im ursprünglichen Zustand erhalten. Der schlichte weiße Raum ohne Ausmalungen und Verzierungen strahlt Ruhe aus. Er lädt den Betrachter zum Innehalten ein, lenkt seinen Blick hin zur Mitte, zum Altar.

Wiege der Backsteinkultur

Und genau an diesem Ort gibt es eine ständige Ausstellung zu den Romanischen Backsteinkirche im Elb-Havel-Winkel. Diese werden als Wiege der norddeutschen Backsteinkultur bezeichnet. Die Ausstellung zeigt alle romanischen Kirchen des Elb Havel Winkels.

Eine Recherche zeigt: Mit den romanischen Backsteinkirchen im Jerichower Land hat sich auch Rolf Naumann intensiv beschäftigt und dazu Artikel verfasst. Naumann war Museumsleiter im Kloster Jerichow und engagiert sich über den Förder- und Heimatverein Stadt und Kloster Jerichow.

Die Fotos, die im Kalender zu sehen sind, sind eigentlich Farbfotos, für den Kalender wurden sie jedoch in Sepia gedruckt. Die Fotos im Innenteil stammen von Michael Schilling, der sehr engagiert beim GuM mitarbeitet. Das Titelbild der historischen Wuster Kirche mit der Katte-Gruft stammt aus dem Archiv.

Den Anfang machen im Kalender zwei Bilder der Dorfkirche in Kamern. Besonders interessant: In der Kirche gibt es eine Orgel der Frankfurter Firma Wilhelm Sauer.

Darauf folgen Fotos der Dorfkirche Klietznick. Sie wurde gegen 1200 von Jerichower Mönchen gebaut und ist das älteste Bauwerk des Dorfes, das mit dem Aussichtsturm.mit Weinberg und dem Heydebleckhaus besondere Attraktionen besitzt.

Benefizaktion in Steinitz

Das Dorf Klitsche feierte 2018 seinen 750. Geburtstag. Deswegen hat auch die Neuenklitscher Kirche einen Platz im Kalender erhalten. Als nächstes folgt ein Blick auf die Kirche von Steinitz. Auch diese rückte im vergangenen Jahr in den Fokus des Geschehens. Eine Benefizaktion zur Reparatur einer Glocke warf viel Licht auf das kleine Dörfchen.

Die nächsten beiden Fotos zeigen die Dorfkirche von Kleinwulkow aus verschiedenen Blickwinkeln. Es folgen Bilder der Dorfkirche Zollchow.

Mit Karl Friedrich Schinkel ist die Dorfkirche von Kleinwusterwitz verbunden. Ein Förderverein kümmert sich dort um die Restaurierung, Schritt für Schritt.

Auch die Dorfkirche in Schlagenthin hat eine besondere Note und wird derzeit restauriert. Weitere Bilder folgen von den Kirchen in Sydow, Wulkau, Altenklitsche und Vieritz.

Nur 40 Exemplare des Kalenders haben GuM-Chef Hans Schulz und Sabine Schönfeld produziert. „Diese sind natürlich alle weg“, sagen sie. Aber für acht Euro pro Stück können Exemplare über den GuM nachbestellt werden.