Jerichow l Das Refektorium des Klosters war ein gut gewählter Ort, um das Verbindende zwischen der Gemeinde Hohen Börde und der Stadt Jerichow herauszustellen.

Hinter den Gästen lagen Mal- und Schreibworkshops. Von der Stadt Jerichow mit waren Schüler der Brettiner Sekundarschule sowie der Jerichower Schreibrunde. Klosterverwaltungschef Bernd Witt stellte die Räumlichkeiten für das Arbeiten vor Ort zur Verfügung, so dass die Workshops durchgeführt werden konnten. Sie finden nun in einem Kalender für die Jahre 2019 und 2020 ihren Niederschlag.

Geburtstag steht an

Der Ausgangspunkt: Die Region Flechtlinger Höhenzug feiert 2020 ihr 25-jähriges Bestehen. Die Gemeinde Hohe Börde nimmt dieses Jubiläum zum Anlass , die Einheitsgemeinde mit ihren 14 Ortschaften für das Projekt „Gartensommer 2020“ zu qualifizieren. Kooperationspartner wird die Einheitsgemeinde Stadt Jerichow. Denn diese feiert ebenfalls in zwei Jahren einen runden Geburtstag. Seit zehn Jahren gibt es dann bereits die Einheitsgemeinde. Das wird dann in zwölf Ortschaften ausgiebig gefeiert.

Bilder

Das Ziel des Projektes: Mit vielfältigen Aktionen wurden und werden sowohl die Eigenheiten und Besonderheiten der beiden Gemeinden herausgestellt und stärker in das Bewusstsein der Bewohner und der Besucher gerückt. „Sie sichern durch Vernetzung und aktives Mitgestalten der lokalen Akteure den sozialen Zusammenhalt der Gemeinden und stärken die Wertschätzung für das kulturhistorische und landschaftliche Erbe der Region“, heißt es im Vorwort des Kalenders.

Malwerkstatt

Das erste gemeinsame Ergebnis wird nun mit dem Kalender der Öffentlichkeit präsentiert. Nicht nur für den Augenblick im Refektorium des Klosters. Der Kalender wird Interessierte in der Form in den nächsten zwei Jahren begleiten. Die Malwerkstatt in der Einheitsgemeinde Hohe Börde fand im Garten der Familie Weilmann in Bebertal statt. Aus 36 Bildern ermittelte die Jury sechs Bilder, die im Kalender zu finden sind.

Neun Schüler der Klasse 10 der Sekundarschule Brettin fanden sich - auf freiwilliger Basis - zur Malwerkstatt im Kloster zusammen. Die Schüler übten sich nicht nur im Malen. Die Gärtnerin Manuela Pelloth zeigte den Schülern den Garten, der Schritt für Schritt immer mehr den Jerichowern und den Touristen näher gebracht wird. Auch hier ermittelte die Jury sechs Bilder, die im neuen Kalender ihren Platz gefunden haben.

Mit im Boot die Künstlerin Stefanie Gendera, die auch selbst das Titelbild „Holunder“ gestaltet hat. Sie schlug eine Brücke zwischen Kunst und naturnahem Garten, der im Kloster erlebbar wird.

Lob an Lehrerin

Ein Lob der Organisatoren geht an die Kunstlehrerin der Brettiner Sekundarschule Antje Wagner, die mit sehr viel Engagement ihre Schüler begleitete. Zur Schreibwerkstatt nach Brumby in den Garten der Familie von Bodenhausen waren acht Teilnehmer eingeladen. Sechs Geschichten davon sind im Kalender zu finden. Die Schreibwerkstatt im Jerichower Kloster wurde von den Autoren Lutz Sehmisch aus Magdeburg und Marion Krüger aus Burg angeleitet. Beispiele ihres Schaffens sind auch im Kalender zu finden.

Nur der Anfang

Projektleiterin Christa Ringkamp und ihre Mitarbeiterin Sarah Scheufler vom Büro „Hortec“ in Berlin zeigten sich bei der Vorstellung des Kalender sehr zufrieden mit dem Projekt und schauen bereits nach vorne. Denn der Kalender und die Workshops sind nur der Anfang einer begonnenen Kooperation. Darauf freuen sich auch Jerichows Bürgermeister Harald Bothe und Steffi Trittel, Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Hohe Börde, die letztendlich auch den Anstoß zu dem besonderen Projekt gegeben hat.