Genthin l „Eine gute Tradition ist das Konzert zum Jahresende“, meinte Kirchenkantor Gottfried Spiegel zu Beginn der diesjährigen Veranstaltung. Gemeinsam stellen die evangelische Kirchengemeinde und der Genthiner Kunstverein das „Konzert zwischen den Jahren“ auf die Beine.

Mehr als 60 Zuhörer

„In diesem Jahr waren mehr als 60 Zuhörer in der St. Trinitatiskirche“, freute sich die Kunstvereinsvorsitzende Eva-Maria Rohmann. Grund war ein Gastspiel eines guten alten Bekannten. Stefan Nusser, heute Organist in Dessau, war von 1995 bis 2001: Kirchenmusiker in Burg und ist vielen noch in bester Erinnerung.

Zudem hat sich Nusser mit zahlreichen Einspielungen auf CD um die Orgelmusik verdient gemacht. An der Genthiner Rühlmannorgel präsentierte der versierte Organist eine musikalische Reise durch Europa. Begonnen mit der getragen feierlichen „Offertoire sur Deux Noels“ von Felix Alexandre Guilmant.

Lebhafter zweiter Konzertteil

Über England ging es nach Deutschland und Österreich mit dem Stück „Es ist ein Ros entsprungen“, von Johannes Brahms. Das Choralvorspiel erinnert nicht unmittelbar an das Weihnachtslied wie es in der Adventszeit vielerorts intoniert wird. Mit zwei Stücken des ungarischen Komponisten Franz Lisz und einer Pastorale des italienischen Komponisten Bossi schloss Nusser den ersten Teil des Programmes ab.

Im zweiten Teil ging es etwas lebhafter zu. Etwa mit dem amerikanischen hitparadenerfolg „The syncopated Clock des US-Komponisten Leroy Anderson. Besonders feierlich zum Jahresausklang: Louis Viernes Komposition „Carillion de Westminster“. Das Stück beruht auf dem Geläut von Big Ben, das einige Meter von Westminster Abbey ertönt.