Genthin l Eine neue Band hat sich den Genthinern beim Weihnachtsmarkt im Dezember vorgestellt. Hinter der Gruppe „Zeitdruck“ verbergen sich vier junge Leute aus der Region, die seit einigen Jahren gemeinsam Musik machen. Vanessa Wenslau, Felicitas-Alea Schier, Jana Wall und Colin Grundt kennen sich zum Teil bereits seit der Schulzeit.

Sommer 2016 gegründet

„Im Sommer 2016 haben Colin, Felicitas und ich mit zwei weiteren Mitgliedern, die heute nicht dabei sind, ‚Zeitdruck‘ gegründet“, erinnert sich Jana Wall. Zeitdruck nannte sich die Band, da Schüler immer in Zeitnot seien.

Die Gruppe sei eine ganz klassische Schulband gewesen und habe ihre Probenräume bis zum Ende der Schulzeit ihrer Mitglieder im Jahr 2018 in der Sekundarschule „Am Baumschulenweg“ gehabt. Nachdem ein erstes Repertoire einstudiert war, kamen bereits Auftritte in der Schule, im Seniorenzentrum und bei verschiedenen anderen Veranstaltungen.

Es beginnt mit einer Hochzeit

Colin Grundt begann nach seiner Schulzeit eine Ausbildung in der Genthiner Stadtverwaltung, machte weiter Musik und wurde vor geraumer Zeit von Vanessa Wenslau angesprochen, da diese für einen Auftritt Verstärkung benötigte. „Im Frühling 2018 wurde ich gefragt, ob ich bei einer Hochzeit singen könnte und war auf der Suche nach einem Pianisten und habe Colin kennengelernt, und wir haben daraufhin die Band ‚LAW‘ gegründet“, erinnert sich die Sängerin.

Der eigenwillige Name kam nicht von ungefähr. „Das heißt auf deutsch ‚Gesetz‘ und der Name passte, weil wir beide in der Verwaltung arbeiten und mit juristischen Dingen zu tun haben. Wir fanden den Namen daher ganz lustig.“ Auch diese Band wurde in den vergangenen Jahren bei kleineren Veranstaltungen gern gebucht. So gab es etwa Auftritte bei Hochzeiten oder auch auf dem Kader Weihnachtsmarkt, wo die beiden nicht nur mit Weihnachtsliedern, sondern auch dem gefühlvollen „Hallelujah“ von Leonard Cohen überzeugen konnten.

Fünf Lieder mit Gesang und Instrumenten

Im vergangenen Jahr hatte Colin Grundt die Idee, beide Bands zu einem gemeinsamen Auftritt auf die Genthiner Marktplatzbühne zu bringen. Er sprach die Koordinatorin für den Weihnachtsmarkt Marina Conradi an und stieß sofort auf Interesse. „Natürlich werde ich sofort hellhörig, wenn ich so etwas erfahre“, bestätigte Marina Conradi. Denn eine mehrtägige Veranstaltung lebe von den Kontrasten und auch davon, dass man Nachwuchskünstler unterstütze. So bekam das Quartett einen Auftritt auf der Großen Bühne am Sonnabendnachmittag um 16 Uhr, als sich viele Besucher auf dem Marktplatz tummelten. Die Gruppen spielten fünf Lieder mit Gesang und zwei Instrumentalstücke.

Wie es mit den Gruppen weitergeht, wird sich zeigen. Möglicherweise stehen weitere Auftritte an. Für Colin Grundt hielt der Auftritt vor seinem üblichen Arbeitsplatz noch weitere Überraschungen bereit.

Durch Zufall Verwandtschaft entdeckt

Nicht nur, dass er erneut mit der Gitarre ran musste, als es gemeinsam mit Manfred Göbel hieß, ein kurzes Programmloch zu überbrücken. Die Beiden stellten just an dem Tag fest, dass sie über Ecken miteinander verwandt sind. „Vor der Bühne waren Zuschauer, von denen Colin sagte, dass es Verwandte von ihm seien“, berichtete Manfred Göbel. „Da habe ich gedacht, hoppla, die gehören doch auch zu meiner Verwandtschaft.“ Äußerst verblüfft seien sie über diese Erkenntnis gewesen, meinten die beiden, als sie gemeinsam auf der Bühne sangen und musizierten.