Tucheim l „Ich bin sehr stolz über diese große Tierzahl“, freute sich Siegfried Maiwald, Vorsitzender des Rassekaninchenzuchtvereins Tucheim und Ausstellungsleiter. Auch wenn es 2017 noch 376 Tiere waren. Vom Riesen, Mittelrassen bis hin zu den Zwergrassen waren 30 Rassen in 18 Farbschlägen zu bestaunen. 81 Zuchtgruppen wurden von 63 Züchtern, darunter sechs Jugendliche mit neun Sammlungen, präsentiert.

Viele Vereine dabei

Aus dem Jerichower Land waren folgende Vereine dabei: G 329 Kade, G 213 Parey, G 398 Körbelitz, G 112 Gladau, G 89 Genthin, G 276 Möckern, G 800 Ferchland, G 920 Klitsche, G 901 Hobeck, G 787 Schartau, G 83 Derben, G 876 Roßdorf, G 396 Lostau/Hohenwarthe und G 917 Tucheim. Dazu kamen die Gastvereine G 820 Kamern, G 257 Stendal, G 814 Schollene und D 227 Berlin.

Als Preisrichter fungierten Obmann Willi Stolze (Wittenberg), Helmut Halupka (Genthin), Wilfried Hannemann (Tangerhütte), Detlef Krause (Schernikau), Jochen Pförtsch (Kernberg) und Sascha Hilmer. Die beste Sammlung präsentierte Helmut Halupka (Genthin) mit Weiß-Rexe.

Bilder

Der Genthiner erhielt in diesem Jahr auch den Reinhard Meier-Gedächtnispokal mit 770,5 Punkten für zwei Sammlungen.

Lob für die Schau

Die Vereinsmeisterschaft entschied der Verein G 89 Genthin mit 1156,5 Punkten für sich. 17 Kaninchen wurden mit dem Prädikat „vorzüglich“ bewertet. Siegfried Maiwald: „Leider gab es auch 13 Kaninchen mit dem Prädikat ,N. B.’ unter unseren Tieren.“ Das steht umgangssprachlich für „gerade noch bratfähig“.

Der Bundestagsabgeordnete Manfred Behrens (CDU) hatte nur lobende Worte für die Schau parat. „Der außergewöhnliche Aufwand ist genauso bemerkenswert wie der Beitrag, den sie mit ihrer Arbeit für den Erhalt der vielen verschiedenen Rassen leisten. Sie sichern so die genetischen Merkmale der Rassekaninchen als kulturelles Erbe für die kommende Generation, der Sie mit Ihrer Jugendarbeit liebevoll ihr Wissen weiterreichen.“ Auch Ortsbürgermeister Karl-Heinz Steinel „bewundert immer wieder das Engagement der Vereinsmitglieder“. Als Dankeschön gab es eine kleine Spende vom Ortschaftsrat.

Für Thomas Barz, Beigeordneter des Landrates im Jerichower Land, „ist die Nachwuchsarbeit immer super“. Genthins Bürgermeister Matthias Günther erinnerte die Schau an seine eigene Kindheit, als er selbst Kaninchen hatte. „Diese Ausstellung öffnet immer mein Herz.“

Gewinne und Auszeichnungen

Aber auch das Rahmenprogramm konnte sich wieder sehen lassen. Bei der großen Verlosung gab es wie immer viel zu gewinnen. Für die kleinen Besucher war eine Bastel- und Malstraße aufgebaut. Zu gewinnen gab es auch etwas beim beliebten Tierschätz-Spiel.

Der Dank des Vereinsvorsitzenden Siegfried Maiwald galt allen, die zum Gelingen der Schau beigetragen hatten.