Gladau/Dretzel l Als letzte Ortschaft der Stadt Genthin hat sich am Mittwoch, 3. Juli,  der Gladauer Ortschaftsrat konstituiert. Der alte und zugleich neue Ortsbürgermeister heißt Klaus Voth. Der CDU-Mann wurde einstimmig für diesen Posten gewählt. Ebenfalls einstimmig wurde Gabi Wille von der Freiwilligen Feuerwehr Gladau als seine Stellvertreterin bestimmt.

Treffpunkt für Jugendfeuerwehr

Sie hatte auch gleich einen Wunsch an die Genthiner Stadtverwaltung, die durch Bürgermeister Matthias Günther vertreten war. Die Jugendfeuerwehr habe 18 Mitglieder aber keinen Raum zur Verfügung. Eine Erweiterung des Gladauer Feuerwehrhauses ist im Moment aufgrund der Genthiner Haushaltslage nicht möglich. Derzeit stehe aber eine Wohnung in Gladau leer, die sie deshalb für eine Nutzung der Jugendfeuerwehr anfragte. Eine Anfrage an Peter Knobel vom Fachbereich Immobilienwirtschaft sei bereits gestellt worden. Auch Matthias Günther möchte sich diesbezüglich mit Peter Knobel austauschen.

Ortschaftsratsmitglied Anja Spieß (CDU) sprach als Leiterin des Gladauer Kita-Kuratoriums die bröckelnde Fassade der Einrichtung an. Es seien bereits Teile auf die Treppe und andere Bereiche gefallen. Dem stimmten auch die anderen Ortschaftsratsmitglieder zu. „Das ist eine Gefahr für die Kinder. Da muss schnellstens was passieren“, sagte beispielsweise Marc Randel (CDU). „Wenn es nicht nur um eine kosmetische Sache, sondern um eine Gefährdung geht, müssen wir handeln“, versprach Matthias Günther.

Bitte um Bereinigung

Gabi Wille ist zudem die Bushaltestelle in der Gladauer Friedensstraße „ein Dorn im Auge“, wie sie sagte. Das angrenzende Beet verwahrlose zunehmend. „Es wird nicht gehackt und kein Unkraut beseitigt“, beklagte sie. Zudem würden die Koniferen vertrocknen. Sie bittet die Genthiner Stadtverwaltung daher um Bereinigung, was Matthias Günther ebenfalls aufnahm.

Zudem wurde ein freudiges Ereignis angesprochen. Gladau wurde im Jahr 1345 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. So heißt es in einem Schriftstück des Ortschronisten Horst Weber, auf welches Marc Randel in diesem Zusammenhang verwies. Deshalb wolle man im kommenden Jahr gern eine 675-Jahr-Feier mit den Vereinen des Ortes veranstalten. Matthias Günther begrüßte dies, wies aber darauf hin, dass die Quelle der Jahreszahl noch von einem Historiker bestätigt werden müsse.