Genthin/Kalbe l Sie sind fast schon alte Bekannte beim 24-Stunden-Motorradrennen in Kalbe: Die Genthiner Starter mit ihrem Motorrad namens „Kermit“. Der titelgebende Frosch ist auch diesmal wieder als Teil des Logos auf dem Fahrzeug mit unterwegs und soll Glück für einen Sieg bringen.

Sieben Fahrer werden sich 24 Stunden auf einem Motorrad abwechseln und dabei Hunderte von Kilometern abreißen. Bereits dreimal waren die Genthiner mit am Start. Unter dem Namen DMD-Racing Team landeten die Kanalstädter auf Platz 9 (2014), auf Platz 4 (2015) und auf Platz 3 (2016).

Schnellste Runde gefahren

Im vergangenen Jahr waren 78 Teams am Start und die Genthiner fuhren mit 2:56 Minuten die beste Rundenzeit. „Leider gab es dafür keinen Pokal, daher haben wir selbst in diesem Jahr einen Wanderpokal gestiftet“, sagt Denny Granzwow von der gleichnamigen Genthiner Werbeagentur. Vielleicht rutschen die Kanalstädter auch insgesamt an die Spitze. Erfahrene Größen aus dem Cross-Sport wie Jörg Glawe und dem Enduro-Sport wie Marco Zander unterstützen die Truppe.

Leider habe eine der Stützen des Teams, Patrick Piet- rzak, kürzlich einen Unfall bei einem Crossrennen gehabt, sodass er diesmal ausfällt. „Das Kermit-Team ist trotzdem guter Dinge, da die Gebrüder Böhm aus Stendal ihn würdig vertreten werden“, sagt Hofmann. Die Starts in Kalbe seien immer ein großes Erlebnis. Der Veranstalter sorge für eine perfekte Organisation. Die Strecke befindet sich auf einem abgeerntetem Maisacker. Auch gibt es eine Boxen- und Crewgasse, die Feuerwehr bewacht den Rennverlauf.

Fahrer wechselt alle zwei Stunden

Schweiß, Dreck und Lärm sorgen für reine Motorsportatmosphäre. Die Leitung des Genthiner Teams übernimmt auch in diesem Jahr Denny Granzow. Er sorgt dafür, dass auch bei plötzlichen Zwischenfällen die Maschine weiterhin läuft und das DMD-Racing Team weiterhin im Rennen bleibt. Etwa alle zwei Stunden gibt es einen Fahrerwechsel.

Schweißen,flexen und ab auf die Strecke. Motor rein, Motor raus und weiter. Im vergangenen Jahr gab es insgesamt fünf Motorenwechsel. Bei einem unverschuldetem Unfall wurde Rennmoped Kermit so schwer in Mitleidenschaft gezogen, dass es fast zu einem Totalausfall kam.

Legendäre Starts

„Zum Glück konnten wir mit fünf Teammitgliedern den Rahmen wieder richten und verschweißen und innerhalb kürzester Zeit ins Rennen schicken“, erinnert sich Granzow. Denn jeder Handgriff saß. Dazu kamen versierte Fahrer wie Tobias Abelmann, dessen Le-Mans-Start man schon jetzt als legendär bezeichnen kann.

Dazu kamen die Frauen im Team, die den Fahrern den Rücken freihielten. Janine Baron und Jina Götze kümmerten sich um das leibliche Wohl der Truppe, Anne Wahrenburg-Hofmann um die fachlich-medizinische Betreuung der Fahrer. So wurden Unter- und Oberarme gedehnt, massiert und mit den richtigen Handgriffen zurechtgerückt.

Viele Abende Vorbereitung

Auch in diesem Jahr ist das Team trotz allem personell und technisch wieder bestens aufgestellt. So hat sich Denny Granzow viele Abende und Nächte mit Chefelektroniker Michael Götze geschweißt, gebaut und geschraubt, um Kermit erneut ins Rennen zu schicken.

Am Sonnabend geht die Jagd auf den Pott in die vierte Runde. Um 13 Uhr erfolgt der Start. Interessierte Motorsportfreunde können sich das Rennen in Fahrholz-Altmark vor Ort ansehen.