Altenplathow l Mittelalterliche Musik erklang im Gartenparadies, während Mägde und Knechte dazu durch ein Blütenmeer tanzten. Der Anblick bot sich im Schau- und Therapiegarten „Natur pur“ von Thomas Kostka. Er ist Mitglied der Tanzgruppe „Danzelüüt“ und hatte seine Tanzkollegen zu einer Vorführung eingeladen.

Doch nicht nur sie, auch Dutzende weitere Menschen besuchten die idyllischen Grünflächen des Altenplathowers beim Tag der offenen Gärten. Sie zeigten sich begeistert von der Vielfalt der Flora, aber auch Fauna, und stellten viele Fragen. Beispielsweise wie Thomas Kostka seinen naturnahen Garten bewirtschaftet.

Aus der Natur, in die Natur

„Wir nehmen aus der Natur und geben es der Natur zurück“, sagte er. So bettet er seine Erdbeeren auf Rasenmahd, die den Pflanzen Nährstoffe liefert. Außerdem nutze er anstatt chemischer Mittel beispielsweise Brennnesselsud, der ausgezeichnet gegen Blattläuse helfe.

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Es ist ihm ein Anliegen, dass auch andere Menschen wieder naturnah gärtnern, wie es damals in den Bauerngärten gemacht wurde. „Die Gärtnerei kehrt immer mehr zu ihren Wurzeln zurück“, sagte Thomas Kostka. Auch bezüglich Obst- und Gemüseanbau steige das Interesse der Leute immer mehr.

Eine weitere, häufig gestellte Frage war, was man gegen das Insektensterben machen kann. Einiges, meinte Thomas Kostka, und das sogar mit einfachen Mitteln. Er selbst habe in seinem Garten beispielsweise einen alten Baumstumpf stehen lassen, in dem sich inzwischen Erdwespen angesiedelt haben.

Mehr Blumen für Insekten

Und was haben die Besucher beim Tag der offenen Gärten mitgenommen? „Ich werde mehr Blumen für Bienen und andere Insekten anpflanzen“, sagte beispielsweise Ines Schattmann. Und neben den vielen Tipps konnten die Gäste noch etwas mitnehmen. „Wir haben Insektenhotels gebaut und werden sie in unserem Garten aufstellen“, sagte Katharina Willging. Diese einfachen, aus Holz gefertigten Kästen bieten diversen Arten ein Zuhause und konnten beim Tag der offenen Gärten selbst gestaltet werden. Daran haben sich vor allem die jüngsten Besucher beteiligt, indem sie die Bauten mit lustigen Gesichtern verzierten.

Neben dem Schau- und Therapiegarten nahm in Genthin auch das Johanniterhaus in Genthin-Wald am Tag der offenen Gärten teil. Im „Treffpunkt Wald“ konnte der Sinnesgarten, unter anderem bestehend aus einem Rosen- und Kräutergarten, besichtigt werden. Auch die diversen Fitnessgeräte im Freien wurden begutachtet und ausprobiert. Zudem konnten die Besucher beispielsweise den selbst hergestellten Rosenblütensirup kosten.