Neuenklitsche l Der ehemalige Klitscher Ortsbürgermeister Fritz Lichtenberg zeigt viel Elan. Mit einer neu gebildeten Arbeitsgruppe bekommt der schon lang angedachte „Platz der Generationen“ mehr Leben eingehaucht. Mit Enno von Katte, der im Ortsteil Wilhelmsthal zu Hause ist, sei ein Mann mit an Bord, der viele Kontakte hat. „Ich habe versucht auch jüngere Leute mitzunehmen“, so Lichtenberg. Weiter dazu gehören Silvia Flügge, Anne-Katrin Wust und Maria Wulkow.

Kassen gefüllt

Die 750-Jahr-Feier des Dorfes Klitsche, die auf dem Festplatz neben der historischen Kirche gefeiert wurde, hatte zum Ziel, das Projekt zu unterstützen. Damals berichtete Enno von Katte von den unterschiedlichen Linien seiner Dynastie und auch vom manchmal nicht so leichten Weg seiner Familie nach Wilhelmsthal.

Auch sein Sohn Oskar setzte musikalische Noten. Vom Erlös der Feier flossen 1500 Euro in die Kasse zur Unterstützung des Projektes. Als ein weiterer Sponsor erwies sich ein Windkraftunternehmen. Hier spielte der Kleintierzuchverein Klitsche / Stremme eine wichtige Rolle. Über den Verein kämen über den Windkraftanlagenbetreiber 4000 Euro dem Projekt zugute.

Familien zusammenbringen

Was steckt hinter der Idee vom Platz der Generationen? In den letzten Jahren sind wieder vermehrt jüngere Familien in die Region gezogen. „Daher haben wir aktuell viele kleine Erdenbürger, die sich zusammen mit ihren Eltern und Großeltern über einen zentralen Spiel- und Begegnungsplatz im Ort freuen würden.

Auch die größeren Kinder und Jugendlichen im Ort, die den Jugendclub besuchen, würden vom Platz profitieren“, argumentiert Fritz Lichtenberg. Im Juni 2018 wurde ein Projekt gestartet, das sowohl die jungen als auch die älteren Einwohner von Neuenklitsche zusammenbringen soll. Geplant ist es, einen Dorfgemeinschaftsplatz zu schaffen, auf dem sich ein Spielplatz mit einem gemütlichen Sitzbereich, der mit Holztischen und –bänken ausgestattet wird, befindet.

Bänke und Tische

Für die Kleinkinder sind Rutschen, ein Spielturm, Sandkasten und Schaukel vorgesehen. Der Kinder- und Jugendbereich soll mit einem kombinierten Hand-, Fuß- und Volleyballfeld und einem Geschicklichkeitsparcours ausgestattet werden.

Ein weiterer Abschnitt soll als Treffpunkt der Bürger hergerichtet werden. Hier werden Bänke und Tische bereitgestellt, an denen sich die Bürger zu Gesprächen und Feiern zusammenfinden können. Die Eltern und Großeltern können die spielenden Kinder von dort aus gut beaufsichtigen.

Platz für Dorffeste

Für Dorffeste sowie Kinder- und Rentnerfeiern können der Platz und die Räumlichkeiten des Dorfgemeinschaftshauses genutzt werden. Lichtenberg erklärt mit etwas traurigen Augen: Alle uns bekannten Fördermittel sind ausgeschöpft und/oder an bestimmte Standortbedingungen gebunden. Entweder liegt der Antragsteller am „Elbe-Radweg“ oder an der „Straße der Romanik“.

Ein Förderprogramm, das für das Vorhaben in Neuenklitsche angewendet werden kann, sei nicht bekannt. Insgesamt koste der Mehrgenerationenplatz 27.000 Euro

Hoffnung für das Projekt

So war Lichtenberg gerade beim CDU-Bundestagsabgeordneten Manfred Behrens in Genthin zum Herbstgrillen eingeladen. Hier durfte er im persönlichen Austausch sein Anliegen vortragen. Der Landtagsabgeordnete Detlef Radke sehe eventuell Fördermöglichkeiten über das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Altmark.

Auch Manfred Behrens reagierte. So lud er Lichtenberg nach Berlin ein, um hier über weitere Schritte nachzudenken. Zudem wolle er den Kontakt zu der Bundestagsabgeordneten Dietlind Tiemann herstellen. Sie ist in Neuenklitsche aufgewachsen und hat auch heute noch Verbundenheit zur Region, auch über ihr Engagement beim Tierpark Zabakuck. Das klingt erst einmal hoffnungsvoll für das Generationenprojekt, das in Neuenklitsche kommen soll.