Straßenbau

Ortsdurchfahrt Brettin soll ausgebaut werden

Weiterhin belasten starkes Verkehrsaufkommen und die zerfahrene Hauptstraße die Anwohner, doch ein Ende scheint in Sicht, wenn auch nicht sofort. Zu mindestens soll jetzt für Sanierung der Ortsdurchfahrt Brettin ein Konzept erstellt werden.

Von Thomas Skiba
Die Kreisstraße in Brettin gleicht mittlerweile einer Buckelpiste. Demnächst soll die Planung der grundahften Sanierung beginnen.
Die Kreisstraße in Brettin gleicht mittlerweile einer Buckelpiste. Demnächst soll die Planung der grundahften Sanierung beginnen. Foto: Thomas Skiba

Brettin - Auf der jüngsten Ortschaftsratssitzung der Brettiner Bürgervertreter kam zum wiederholten Mal das Thema Straßenbau auf den Tisch und was Ortschef Torsten Schmidt mitteilen konnte, lässt die Menschen hoffen. So seien jetzt für die Planung der Sanierung der Kreisstraße 1199, die als Hauptstraße durch den Ort führt, Haushaltsmittel bereitgestellt worden. „Um es noch einmal klarzustellen, der grundhafte Ausbau muss erst einmal durch ein Ingenieurbüro geplant werden, bevor die Arbeiten losgehen“, merkte Schmidt an.

Also stehe die Sanierung aktuell nicht auf der Tagesordnung, die Anwohner müssen bis auf weiteres mit zerbröselnden Bordsteinen, Lkw-Lärm und zu schnellem Fahren leben. Für dieses Jahr plant der Landkreis als zuständiger Bauträger 200 000 Euro und im kommenden Jahr die doppelte Summe ein, um ein tragfähiges Sanierungskonzept für die Kreisstraße zu erstellen. Wann dann mit den Arbeiten begonnen wird, sei noch nicht abzusehen, so der Ortsbürgermeister, „auf jeden Fall nicht in den nächsten zwei Jahren“.

Anwohner beschweren sich über Zustand der Straße

Auf alle Fälle haben sich die Beschwerden über den Zustand der Straße gelohnt. Hier sei nicht nur der Ortschaftsrat tätig gewesen, so Schmidt, auch von Seiten der Anwohner gab es viel Unterstützung. Schließlich müssen alle mit der mittlerweile zerfahrenen Straße leben, die überhaupt nicht zum gepflegten Äußeren des Dorfes passe. Immer wieder versammelten sich in der letzten Zeit Brettiner und taten ihren Unmut kund, denn sie waren es, die mit einer Verkehrsführung zurecht kommen mussten, die den aktuellen Straßenzustand herbeiführte.

Hintergrund: Beim Ausbau der Bundesstraße 1 vor drei Jahren leitete die Behörde den Verkehr durch Roßdorf und Brettin. 2020 begann die Sanierung der B 107 im Stadtgebiet Genthin und es flammten die Probleme mit dem Straßenverkehr wieder neu auf – nach und nach traten die Beschädigungen massiv hervor. Beide Bundesstraßen führen durch Genthin, und den Verkehr leitete man damals während der Bauarbeiten über die Kreisstraße (Stremmestraße, Heinrich-Heine-Straße) der Ortschaften Roßdorf und Brettin. „Die Lkw-Fahrer haben sich das gemerkt und nutzen die ehemals notwendige Umleitung dazu, den Stadtverkehr in Genthin zu umgehen“, stellte Polizeiobermeister Lutz Pelzer, Regionalbereichsbeamter der Einheitsgemeinde Jerichow, bald fest.

Lkw kürzen Strecke über Brettin ab

Auch aktuell kürzen viele Lkw über Brettin, Roßdorf und Neuenklitsche die Strecke nach Rathenow ab – trotz Fertigstellung beider Bundesstraßen und zum Leidwesen der Anwohner dieser kleinen Ortschaften. Auch die eingerichtete eine Tempo 30-Zone für Lkw änderte letztendlich nichts.

Vorausgegangen waren hier Beschwerden des Ortschaftsrates an den Landkreis Jerichower Land. Schon vorher wandten sich zahlreiche Anwohner an die Bürgervertreter mit der Forderung, endlich tätig zu werden. Anwohner stellen immer wieder fest, dass sich Lastkraftwagen einfach hinter die Pkws „hängen“ und so die erlaubten 30 Kilometer pro Stunde ignorieren.

Entwässerung und grundhafter Ausbau notwendig

Dann kommt zum Tragen, dass die Straße noch nie einen grundhaften Ausbau erfahren hat. „Das wollen wir ändern und die Planung muss hin zu einem grundhaften Ausbau mit Regenentwässerung gehen“, betonte Demann und räumte gegenüber der Volksstimme ein: „Alles andere wäre nur Tünche.“

Die Heinrich-Heine-Straße war einmal eine Kopfsteinpflaster-Straße. Vor einiger Zeit wurde einfacher Asphalt ausgebracht und dieses Provisorium spüren die Anwohner mit jedem 40-Tonner, selbst wenn der mit der erlaubten Geschwindigkeit fährt, „klingeln im Schrank die Gläser“.

In den Ortschaftsratssitzungen im Brettiner Gemeindehaus ist das Thema Straßensanierung ein wiederkehrender Tagesordnungspunkt.
In den Ortschaftsratssitzungen im Brettiner Gemeindehaus ist das Thema Straßensanierung ein wiederkehrender Tagesordnungspunkt.
Foto: Thomas Skiba