Schlagenthin/Genthin l Bereits in der Früh um 7.30 Uhr herrschte am Sonnabend an der Schlagenthiner Turnhalle emsiges Treiben. Rund ein Dutzend Mitglieder des Lauf- und Triathlonvereins (LTV) Genthin bauten die Anmeldestationen für die Teilnehmer des Osterberglaufes auf.

Viele Anmeldungen

„Wir legen die Anmeldezettel aus, sortieren die Laufnummern, sorgen dafür, dass die Transponder für die elektronische Zeitnahme bereit liegen“, erläuterte Ute Klein. Sie und ihre Vereinskollegen genossen die Ruhe vor dem Sturm. Denn schon gut eine Stunde später hatte sich die Turnhalle mit Laufbegeisterten gefüllt, die sich für das Traditionsrennen anmelden wollten.

Von da an gab es keine Ruhe mehr für die Truppe an der Anmeldung. Aus gutem Grund: „Wir haben heute so viele Läufer wie noch nie“, freute sich Olaf Meier vom LTV. 243 Teilnehmer zwischen 2 und 76 Jahren gingen am Sonnabend auf die Strecke und ließen sich weder von Temperaturen um die drei Grad noch von Regenschauern abschrecken. „Das sorgt dafür, dass es beim Laufen nicht staubt“, frotzelte Meier, der als Sprecher zum ersten Mal im Einsatz war. Seit vielen Jahren hatte die Funktion Vereinsmitglied Egbert Siegert inne.

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Startsignal von Bürgermeisterin

Um Punkt 9.30 Uhr gab es den ersten Start der Kinder über einen Kilometer. Das symbolische Startsignal gab wie bereits in den vergangenen Jahren, Ortsbürgermeisterin Birgit Weber. „Natürlich lasse ich mich bei Wind und Wetter für den Ort einspannen“, bestätigte sie. Mitglieder des Genthiner Laufvereins und der Feuerwehr Schlagenthin sicherten die Strecke.

Noch einer war für die Sicherheit zuständig: Joachim Bohne fuhr auf dem Fahrrad dem Läuferfeld vorweg. Beim zweiten Start über die zwei-Kilometer-Strecke waren die 11- bis 13-Jährigen fast schneller als der Mann auf dem Rad. „Die Kinder waren so schnell, dass sie am Start beinahe an mir vorbei gelaufen sind“, meinte Bohne später mit einem Schmunzeln.

Familie im Einsatz

Bei den Starts über sechs und zwölf Kilometer sorgte er dann aber doch für etwas mehr Sicherheitsabstand. Denn in diesen Runden waren die erwachsenen Teilnehmer am Start, etwa auch Bohnes Vereinskollege Paul Weinmann. Seine Familie sorgte neben der Strecke für die Versorgung von Besuchern und Sportlern.

Während Vater Renè Weinmann am Bratwurst- und Brötchenstand für die deftige Variante verantwortlich zeichnete, war Pauls Schwester Marie am Kaffee- und Kuchenbuffet im Einsatz. 23 verschiedene Sorten standen zur Auswahl. „Es gibt keine Renner, alle sind lecker und selbstgebacken.“ Noch etwas gab es obligatorisch: Das beliebte bunte Osterei für die Läufer nach deren Rückkehr vom 68 Meter hohen Eichberg.

„Jedes Vereinsmitglied hat zehn bunte Eier mitgebracht, das sind mehre hundert Stück“, verriet Mandy Gäde. Auf ihre Anregung ging auch zurück, dass die Kinder eigens gestaltete Medaillen nach dem Zieleinlauf bekamen. Die Jüngsten kamen mit den schwierigen Wettbewerbsbedingungen ganz gut zurecht.

Alle unversehrt im Ziel

„Das war gar nicht so schwer“, fand der Sieger des Ein-Kilometerlaufes Oskar Schulz von den kernigen Altmärkern. Alma Rasch vom LTV Genthin hatte bemerkt: „Man muss schon sehr aufpassen, wohin man tritt, es ist zwischendurch recht matschig.“

Letztlich kamen aber alle unversehrt ins Ziel. „Wir freuen uns natürlich über die hohe Teilnehmerzahl, das zeigt wie beliebt die Veranstaltung nach fast 40 Jahren ist“, zog LTV-Chef Siegfried Hünecke ein positives Fazit.

Weite Anreise

Auffällig sei, dass viele Starter aus entfernteren Regionen kamen. Städte wie Hamburg, Konstanz, Neuruppin und Leipzig fanden sich in den Listen. Natürlich waren auch Teilnehmer der regionalen Laufvereine etwa aus Burg, Stendal und Magdeburg dabei. Die Schlagenthiner Veranstaltung ist der vierte Lauf des Elbe-Ohre-Cups.