Genthin l Die ursprüngliche Variante, zusätzliche Parkflächen auf einem Teil der Grünfläche im Bereich der kleinen Parkanlage am Bahnhof einzurichten, ist nach etlichen Protesten vom Tisch. Der Bau- und Vergabeausschuss entschied sich am Montag unter drei möglichen Varianten für die, die Gerd Mangelsdorf (CDU) erarbeitet und dem Ausschuss noch vor der Sommerpause vorgetragen hatte. Seinem Vorschlag liegt die Überlegung zugrunde, unter Abriss des Kiosks – parallel zur Poststraße – eine Fläche zur Anlage von Parkflächen zu nutzen.

Zudem soll der östliche Gehweg im abgetrennten Fahrbahntunnel der Poststraße, gegenüber dem Tunneleingang, als Parkfläche hergerichtet werden, bekannt geworden als sogenannte „Stummellösung“. Mangelsdorfs Vorschläge sind nach dem Beschluss des Ausschusses – unter Berücksichtigung der Verkehrssicherheit – weiter zu beplanen.

Für Irritationen sorgte im Verlauf der Ausschussitzung allerdings der Umstand, dass die Mangelsdorf-Variante durch die Verwaltung erweitert wurde. Demnach sollte auch die Freifläche in der Bahnhofstraße rechts neben dem bestehenden Parkplatz in die weitergehende technische Planung einbezogen werden.

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Dritte Fläche in Frage gestellt

Wie diese Überlegung Eingang in die Variante finden konnte, erschloss sich den Ausschussmitgliedern allerdings nicht. Lutz Nitz (Die Grünen) meldete an den Zusatz grundsätzlich Bedenken an. Auf dieser Fläche Parkplätze einzurichten, würde zwangsläufig Abholzung und weitere Versiegelung bedeuten. Es sei das Ansinnen des Ausschusses gewesen, gerade dies zu vermeiden. Auch Birgit Vasen (Die Linke) zeigte sich verwundert. Dieser Vorschlag sei von ihr unterbreitet worden, räumte sie ein.

Allerdings ganz am Anfang der Diskussion, als die Verwaltung noch auf der Suche nach geeigneten Flächen war. Seitdem war es still geworden um den Vorschlag. Gerd Mangelsdorf äußerte Bedenken gegenüber einer dritten Fläche. Sie sei im Moment bestenfalls eine Zugabe und gegenwärtig nicht aktuell. „Wir können mit der in Rede stehenden Variante ein gutes Werk tun, mit dem Abriss des Kiosk verschwindet ein Schandfleck und die Parkflächen werden sinnvoll angelegt.“

Rüdiger Feuerherdt (Wählergemeinschaft Mützel) mischte sich an dieser Stelle mit der Frage ein, über wieviele Parkplätze man überhaupt rede. „Was bringt uns das alles?“, wollte er wissen. Gerd Mangelsdorf erwiderte, dass es sich bei den zwei Flächen an der Poststraße um 15 bis 20 Parkflächen handele, bei der Freifläche an der Bahnhofstraße möglicherweise um zehn.

Bahn habe Nutzung mehrfach abgelehnt

Lutz Nitz sprach sich dafür aus, es bei den zwei Flächen, dem Kioskbereich und der abgebundenen Poststraße, zu belassen. Er stellte den Antrag, die Passage bezüglich der Freifläche an der Bahnhofstraße im Antrag zu streichen. Der Bauausschuss folgte dem mehrheitlich.

In dem Zusammenhang stellte Klaus Voth (CDU) an die anwesende Fachbereichsleiterin Dagmar Turian die Frage, ob eine Parkplatz-Nutzung des Geländes am Güterbahnhof, die ebenfalls alternativ diskutiert wurde, möglich sei. Die Bahn habe mehrmals einer Nutzung eine Absage erteilt, antwortete Turian.