Tourismusvereins-Vorsitzende Nicole Golz:

Paukenschlag: QSG kauft Stadtkulturhaus zurück

Die Firma Inprotec will das Stadtkulturhaus verkaufen. Das steht seit gut einer Woche fest. Nun ist klar, an wen. Nicole Golz, Vorsitzende des Tourismusvereins, sagt der Volksstimme: die Qualifizierungs- und Strukturförderungsgesellschaft (QSG) wird das Haus zurückkaufen.

Von Susanne Christmann
Das Stadtkulturhaus soll als städtische Veranstaltungsstätte erhalten bleiben. Dafür muss es vom jetzigen Eigentümer, der Firma Inprotec, verkauft werden.
Das Stadtkulturhaus soll als städtische Veranstaltungsstätte erhalten bleiben. Dafür muss es vom jetzigen Eigentümer, der Firma Inprotec, verkauft werden. Foto: Susanne Christmannn

Genthin - „Die QSG“, verkündet Nicole Golz gegenüber der Volksstimme, „wird das Stadtkulturhaus zurückkaufen“. Dazu, so die Vorsitzende des Tourismusvereins, dessen 100-prozentige Tochter die QSG ist, müsse noch der Gesellschaftsvertrag geändert werden. Aber mit Inprotec, der Firma, die bis dato Eigentümerin des Hauses ist, sei das abgestimmt und gerade werden die Unterlagen für denn Notar fertiggemacht. Wenn diese Formalien erledigt seien, ginge es dann darum, wie die Vereine, die mit ihrem Protest den ungeliebten Mehrzweckhallen-Beschluss noch einmal auf die Tagesordnung des Stadtrates setzen können, stärker als bisher in die Betreibung des Stadtkulturhauses einbezogen werden können. Da müsse ein Konzept her. Über Details könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sprechen.

Bis zum Jahre 2016 war die QSG schon einmal Besitzer des Hauses. 1994 hatte die QSG nach eigenen Angaben das ehemalige Haus der Werktätigen übernommen und umbenannt in Haus der QSG. Im Jahre 2003 habe es den heutigen Titel „Stadtkulturhaus“ bekommen. 2016 wurde bekannt, dass Inprotec den Chemiepark erweitern werde und dazu die Flächen hinter dem Stadtkulturhaus bis zum Kanal erwerben wolle. Schließlich hat Inprotec dann auch das Stadtkulturhaus mitgekauft. „Wir haben mit dem Käufer ausgehandelt, dass wir das Haus von 2017 bis 2021 kostenlos nutzen können“, sagte Genthins damaliger Bürgermeister Thomas Barz. Bis 2021 bliebe also für Vereine und Besucher alles beim alten. Danach brauche es eine Alternative, berichtete die Volksstimme damals. Laut Barz diskutierte man drei Varianten: Den Ausbau der Sporthalle an der Berliner Chaussee, den Neubau einer Mehrzweckhalle und die Ertüchtigung eines Gebäudes, das der Stadt nicht gehört.