Einsatz der Landesbereitschaftspolizei nahe der Henkelbrücke im Elbe-Havel-Kanal

Polizeitaucher suchen nach Diebesgut

Von Manuela Langner

Genthin l Rostige Fahrräder und anderer Schrott lagen gestern Vormittag am Uferweg des Elbe-Havel-Kanals nahe der Henkelbrücke in Richtung Wasserturm. Dort suchte die Landesbereitschaftspolizei auf einer Länge von etwa hundert Metern mit insgesamt fünf Tauchern nach Diebesgut.

Der Einsatz, den die Landesbereitschaftspolizei von der Genthiner Marina aus koordinierte, stand in Zusammenhang mit dem Flüchtigen, den die Polizei am Dienstag vergangener Woche in der Kanalstadt unter anderem per Hubschrauber gesucht hatte. Sein Fahrzeug, ein grüner Transporter, hatte noch am Dienstag sichergestellt werden können.

Im trüben Wasser des Elbe-Havel-Kanals blieben den Polizeitauchern gestern kaum mehr als 20 Zentimeter Sicht. Auf Grund der niedrigen Temperaturen konnten die Polizisten maximal 45 Minuten am Stück im Wasser bleiben.

Ob die Taucher bei ihrer Suche im Kanal fündig geworden sind, wollte Thomas Kriebitzsch, Pressesprecher des Polizeireviers Jerichower Land, gestern Nachmittag aus taktischen Gründen noch nicht mitteilen.

Allerdings werden immer mehr Hintergründe, was vor zehn Tagen vorgefallen ist, bekannt. Der Fahrer des grünen Transporters hatte sich am Dienstag einer Polizeikontrolle entzogen und war schließlich zu Fuß geflüchtet. Die Polizei geht davon aus, dass er auf seiner Flucht auch Diebesgut in den Elbe-Havel-Kanal geworfen hat.

Noch konnte der Verdächtige von der Polizei nicht gestellt werden.

In seinem Fahrzeug, das Ende 2012 in Magdeburg gestohlen worden war, befanden sich mehrere hundert Pakete Kaffee, die vermutlich ebenfalls entwendet worden sind.

Insgesamt war die Landesbereitschaftspolizei mit 15 Beamten zu ihrem Einsatz am Elbe-Havel-Kanal in Genthin.