Parey l Zum Tag des offenen Denkmals öffnet auch die historische Kirche in Parey die Pforten. Die 55-jährige Gemeindepädagogin liebt die Kunst, die Kreativität. Ab 10 Uhr will Tschirne Projekte ihrer Arbeit präsentieren, Arbeiten der vergangenen Jahre. „Ich liebe die Pusteblume“, sagt sie lächelnd.

Vorbild war Gedicht

Prägend war hierbei ein Gedicht von Heinz Erhardt: „Löwenzahn ist seit jeher als höchst kriegerisch verschrien, denn er lässt bei gutem Winde Fallschirmtruppen feindwärts ziehn. Und ich sitz auf der Veranda und verzehre meine Suppe und entdecke in derselben zwei Versprengte dieser Truppe“ Den guten Wind nimmt Tschirne mit, wenn sie eine Ausstellung in der Kirche präsentiert. Zu sehen sind unterschiedliche Bilder, gebastelte Sterne, Schwalben aus Filz. Auch Bibeltexte sind in bestimmte kreative Werke eingebunden.

„Ich zeige hier auch Werke, die nicht vollendet sind“, erklärt Tschirne. Eine besondere Leidenschaft ist Kalligraphie. „Schon früh habe ich beruflich gelernt mit dem Pinsel umzugehen“, so Tschirne. Aus ihren Händen stammt ein Mauertuch. „Das habe ich vor 15 Jahren als erste Arbeit hier angefertigt“, sagt sie lächelnd.

Bilder

Neuer Kreativkreis

All die Exponate, die am 9. September in der Kirche zu sehen sind, haben ein Ziel: Tschirne möchte als besonderes Angebot einen Kreativkreis ins Leben rufen. Das Angebot in der Kirche gilt als Aktion zum Hineinschnuppern. Am 18. September gibt es dann um 16 Uhr die Möglichkeit zum ersten Treffen in das Gemeindehaus zu kommen. Das Ziel: Der eigenen Kreativität kann hier Raum gegeben werden.

Kreativität braucht Margit Tschirne bei all den Aufgaben, die sie bewältigen muss. Dazu gehören Kinderarbeit, Gemeindearbeit, die Vorbereitung von Gemeindenachmittagen, Gottesdienste im Auftrag des Pfarrers Andreas Breit. Zudem hält sie Gottesdienste in einem Seniorenheim in Burg und lädt zum Frauenkreis ein. So beginnt am 13. September um 16 Uhr die Christenlehre im Pareyer Gemeindehaus. „Die Eltern sind zu diesem Treffen eingeladen“, so Tschirne

Kunst und Gesang

Die Idee zum Kreativkreis erhielt sie bei einer Weiterbildung beim Pädagogisch-Theologischen Institut in Drübeck Anfang des Jahres. Aber schon von Kindheit an prägte sich eine Affinität zur Kunst aus. „Ich habe bereits als Kind gemalt, ich habe bereits als Kind genäht“, erzählt sie lächelnd.

Um 16 Uhr gibt es dann in der historischen Kirche ein besonderes Konzert: Pfarrer Andreas Breit an der Gitarre präsentiert gemeinsam mit Wolfgang Müller am Sax und Rita Golz (Gesang) volkstümliche Musik. Eine runde Sache zum Tag des offenen Denkmals.