Genthin l Die Straßensperrungen sind längst beräumt, die Startrampe abgebaut und wieder verstaut, die hochmoderne Zeitmesstechnik wird auf dem Weg zum nächsten Einsatzort sein.

Reibungslos verlaufen

Der ultimative Schlusspunkt ist für den Spee-Cup trotzdem noch lange nicht gesetzt. „Erst einmal sind wir natürlich sehr froh, dass der Spee-Cup organisatorisch reibungslos über die Bühne gegangen ist“, sagte am Dienstag Sebastian Hahn, Vereinschef des ausrichtenden GRC 66. Die ganze Meisterschaft blieb unfallfrei.

Eine Verschnaufpause kann sich der Verein allerdings nicht leisten. Viel Zeit bleibt den Vereinsmitgliedern, Sponsoren und freiwilligen Helfern nicht, sich zufrieden auf die Schultern zu klopfen. Eine große Dankeschönveranstaltung für die mehr als 50 freiwilligen Helfer, die am Wochenende auf den Beinen waren, ist nicht geplant.

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Meisterschaften im kommenden Jahr

Jetzt ginge es vielmehr an die Nachbereitung, so müsste die Abrechnung und der Nachweis über die Verwendung der Fördermittel zusammengestellt werden, sagt Hahn. Den Löwenanteil steuerte dabei der BDR (Bund Deutscher Radfahrer) bei, der den Einsatz der Zeitmesstechnik finanziell förderte. Außerdem müssten Rechnungen und Honorare beglichen werden. Viel Arbeit für Schatzmeister Enrico Naue.

Der Blick des Vereins richte sich allerdings schon wieder auf die Meisterschaften im nächsten Jahr. Genthin, sagte Sebastian Hahn, werde vom BDR dafür wieder als Austragungsort favorisiert. Etwas salopp schiebt er nach, dass Günter Schabel, Vizepräsident für Leistungssport im Bund Deutscher Radfahrer (BDR), der die Rennen am Sonntag vor Ort verfolgt hat, Genthin als Veranstaltungsort und damit das Engagement des GRC 66 als veranstaltenden Verein „in den höchsten Tönen gelobt“ habe.

Endgültig festgezurrt wird der Termin durch den BDR bei einer Konferenz im November. Mögliche Termine werden dann voraussichtlich der 31. August oder der 6. September 2020 sein.

Kritik aus Nachbarkreis

Egal, für welchen Termin sich der BDR entscheiden wird, gibt es für den GRC so oder so bereits jetzt ein Problem. Denn schon im Vorfeld der Meisterschaften, die am Sonntag ausgetragen wurden, habe der Landkreis Potsdam-Mittelmark klar gemacht, dass er einer Sperrung der Bundesstraße für das Rennen 2020 in seinem Zuständigkeitsbereich kritisch gegenüber stünde.

Das Prozedere der Antragstellung lief bisher so, dass der GRC 66 bereits im Frühling einen Antrag auf Straßensperrung beim Landkreis Jerichower Land stellte, der sich dann wiederum mit dem Landkreis Potsdam-Mittelmark in Verbindung setzte.

Konsens gesucht

Thomas Barz, Beigeordneter des Landrates, versucht die die Aufregung beim Genthiner Radsportclub möglichst kleinzuhalten: „Wir gehen fest davon aus, dass wir gemeinsam mit den Brandenburger Nachbarn einen Konsens finden, dass der Spee-Cup auch weiterhin auf der traditionellen Strecke stattfinden kann. Bei seinen Bemühungen können der Verein, die Region und die Stadt unserer Unterstützung gewiss sein.“