Genthin l 2019 soll die Sanierung der in die Jahre gekommenen Uhland-Turnhalle beginnen. „Grundsätzlich kann ich mitteilen, dass es zu unserem Ziel gehört, die Baumaßnahme im Jahr 2019 zur Ausführung zu bringen“, teilt Dagmar Turian vom Fachbereich „Bau/Stadtentwicklung“ auf Volksstimme-Nachfrage mit.

Ausschreibungen werden vorbereitet

Derzeit stehe die Verwaltung mit dem Planungsbüro in Verbindung, um die öffentlichen Ausschreibungen auf den Weg zu bringen. Je nach Zeitaufwand der Erarbeitung, werde sich entscheiden, ob die Ausschreibung noch in diesem Jahr oder erst Anfang 2019 erfolgen wird. In der Turnhalle Uhland werden Dach und Fassade gedämmt, der Boden sowie Fenster und Türen erneuert und eine Wärmedämmung angebracht.

Auch die Heizungs- und Lüftungstechnik wird saniert. Von den rund 915.000 Euro Kosten für die Arbeiten werden mehr als 620.000 Euro gefördert. Die Differenz trägt die Stadt. Mit der Sanierung erhält die Turnhalle eine langfristige Bestandsgarantie. Zu den zu den Fördervoraussetzungen gehöre, den demografischen Bestandsnachweis für die jeweilige Einrichtung zu erbringen, erläuterte Dagmar Turian. Die Stadt habe eine verbindliche Erklärung für den Zeitraum bis 2030/31 abgegeben.

Vereine zufrieden

Erfreut über die Nachricht der anstehenden Sanierung zeigt man sich nicht nur in der Grundschule Ludwig Uhland, wo nach der Modernisierung der Sportunterricht dauerhaft unter besseren Bedingungen angeboten werden kann, sondern auch bei den Vereinen. „Jede sanierte Sporthalle ist gut für die Stadt“, fasst es etwa Fritz Mund, Vorsitzender des SV Chemie Genthin, zusammen.

Mit allgemeinen Sportangeboten und Prellball ist der Verein montags in der Halle. Es sei von Vorteil, wenn es für die Sportangebote in der Stadt gute Trainingsmöglichkeiten gebe. Auch der Fußballverein Borussia Genthin begrüßt die Sanierung: „Grundsätzlich ist es eine gute Nachricht, noch schöner wäre ein Neubau, da die Halle für Ballsport einfach zu klein ist, aber so bekommen wir einigermaßen gute Möglichkeiten“, meint Borussia-Geschäftsführer Matthias Hopfner.

Energetische Sanierung notwendig

Sein Verein ist in erster Linie mit den Jugendmannschaften in der Sportstätte. Hopfner erinnert daran, dass die energetische Sanierung lange überfällig sei. „Was derzeit an Energie aufgewendet werden muss ist viel zu kostenintensiv, gut dass sich diesbezüglich etwas tut.“

Einer der sich immer für den Erhalt der Turnhalle ausgesprochen hat, ist Wulf Thomas vom Genthiner Volleyball Verein (GVV). Er hatte auf dem Höhepunkt der Diskussion um die Schließung der Halle im Jahr 2014 Eltern der Grundschüler und Mitglieder der Vereine zusammengetrommelt, die während einer Stadtratssitzung ihren Unmut über den möglichen Wegfall der Halle kundtaten. Die Schließung stand wegen klammer Kassen der Kommune und fehlender Fördermittel im Raum.

Um Erhalt bemüht

„Es ist gut, dass wir damals den Mut hatten, gegen die Schließungspläne zu reden“, sagt Thomas heute. Er sei auch froh, dass sich die Stadt weiterhin um Fördermittel bemüht habe und damit erfolgreich gewesen sei. Die Volleyballer seien in der Turnhalle nicht mehr so vertreten wie vor vier Jahren. „Mannschaften haben sich aufgelöst, weil Übungsleiter oder Sportler fehlen.“

Die Sanierung begreift der Sportvorstand als Chance für seinen Verein. „Wenn die Turnhalle saniert ist, werden Sportangebote attraktiv, die am Nachmittag gleich nach dem Unterricht stattfinden.“ Die Kinder könnten vom Hort direkt zum Training in die Halle gehen. „Für den Nachwuchssport sind das ideale Möglichkeiten. Wir werden uns dort etwas überlegen.“