Magdeburg/Genthin (vs/dt) l Die Arbeiten an der 2. Schleuse in Wusterwitz werden forstgesetzt. Das teilt die Wasserstraßen- und Schiffahrtsverwaltung des Bundes am Mittwoch mit. Zunächst wird die Baustelle wiederaufgebaut und die Steuerungs- und Elektrotechnik in den kommenden Wochen erneuert, heißt es in einer Mitteilung. Die 2. Schleuse Wusterwitz soll den Angaben nach möglichst im Jahr 2022 in Betrieb genommen werden.

Die Schleuse muss aufgrund schadhafter Betonflächen saniert werden. 2012 wurde der Betonkoloss der Schleuse gegossen. Die geplante Freigabe im Spätsommer 2013 fiel allerdings ins Wasser, da ein Schleusentor klemmte. Ende des Jahres 2013 entdeckte die Baufsicht eine eigenartige Stelle in der Schleusenwand: Beton bröselte ab. Und es war nicht die einzige Stelle. Der für den Sommer 2014 angesetzte Start platzte wieder. Die Schifffahrtsverwaltung ließ daraufhin Betonflächen untersuchen.

Wer für den Schaden verantwürtlich ist und wer dafür aufkommen muss, soll ein Beweisverfahren klären, wie die Wasserstraßen- und Schiffahrtsverwaltung des Bundes weiter mitteilt. Das Verfahren wurden bereits 2015 beim Landgericht Bonn beantragt. Das 2016 in Auftrag gegebene Gutachten über den Umfang und Ursache der Schäden liegt seit September 2019 vor, werde zurzeit bewertet und Ergänzungsfragen erarbeitet, heißt es. Wann das Verfahren zum Abschluss kommt, sei noch nicht abzusehen.