Genthin l Nichts mit beschaulicher Wochenendruhe nach den Feiertagen: Die Mitglieder des Genthiner Schützenvereins läuteten am Sonnabend das neue Sportjahr mit dem traditionellen Neujahrsschießen ein. Nur schwer war der Weg zu den Schützen, deren Luftdruckwaffen-Schießstand sich im Keller des Stadtkulturhauses befindet, zu finden. Die schweren Metalltüren zum Keller bleiben wenig einladend.

Strenge Bestimmungen

Erst als Peter Tietz den Wettkampfraum verließ, war dies ein sicheres Signal dafür, dass hier etwas am Laufen ist. Kein Wunder, hier gelten strenge Sicherheitsbestimmungen. Im Keller wurde derweil um die besten Ergebnisse im Luftgewehrschießen stehend aufgelegt gekämpft. Um Wettkampfpausen gesellig miteinander zu verbringen, gab es im Aufenthaltsraum, der streng vom Schießraum getrennt ist, wärmenden Kaffee und belegte Brötchen.

Traditionell ist für die Genthiner Schützen das Neujahrsschießen im Luftdruckwaffen-Schießstand ein Muss, bei dem zugleich die Vereinsmeisterschaften in den Luftdruckdisziplinen ausgetragen werden. Trotzdem fiel die Teilnahme am Neujahrsschießen nicht gerade üppig aus. Während in den vergangenen Jahren sich eine Teilnehmerzahl beim Neujahrsschießen um 20 eingepegelt hatte, schrumpfte ihre Zahl am Sonnabend auf lediglich elf.

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Keine Jugend am Start

Bedauerlich, dass bei den Vereinsmeisterschaften die Jugend und die Herrenklasse diesmal nicht antrat. Zehn Schützen griffen in den Kampf um Vereinsmeistertitel an, wobei der Verein über 20 Mitglieder zählt. Marion Martin, die Anfang des vergangenen Jahres den Vereinsvorsitz von Peter Tietz übernommen hat, dramatisierte diesen Teilnehmerschwund auf Volksstimme-Anfrage nicht. „Manchmal steckt man da nicht drin. Vielleicht gab es andere Termine“, sagte sie.

Beim Schießen um den Neujahrspokal waren - wie üblich - neben den Vereinsmitgliedern auch befreundete Vereine und interessierte Bürger eingeladen. Dem folgten jeweils ein Schütze aus Gommern, Haldensleben und Hohengöhren. Für diesen Wettkampf hatte jeder Teilnehmer 20 Schuss mit dem Luftgewehr auf einer Entfernung von zehn Metern zu absolvieren.

Ein Punkt war entscheidend

Der Neujahrspokal blieb allerdings in diesem Jahr nicht in Genthin: Mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur einem Punkt konnte ihn Uwe Meyer aus Gommern erringen. Er erkämpfte einen Punktestand von 194 von 200 möglichen. Dicht auf den Fersen folgte ihm mit 193 Punkten Vorjahressieger Armin Staufenbiel, der 2017 mit 192 Ringen den Pokal mit nach Hause nehmen konnte.

„Die Ergebnisse des Neujahrsschießens bewegten sich auf dem Level der Vorjahre“, kommentierte Marion Martin die Ergebnisse. Am gleichen Tag ermittelten die Schützen des Genthiner Schützenvereins auch ihre Vereinsmeister in den Luftdruckdisziplinen. In den verschiedenen Altersklassen setzten sich Marion Martin, Peter Tietz, Reinhard Espich, Elvira Barske, Klaus Haberland und Armin Staufenbiel durch. Letzterer erzielte unter allen Startern das beste Ringergebnis des Tages.

Ehrung bei der Jahreshauptversammlung

Das Gründungsmitglied und Urgestein des Vereins wurde auch mit der Luftpistole aufgelegt vor Kurt Gericke Vereinsmeister. Die Ehrung der Vereinsmeister wird traditionell bei der Jahreshauptversammlung des Vereins am Freitag, 16. Februar, im Hotel Stadt Genthin vorgenommen.

Ein weiterer Höhepunkt wird für den Genthiner Schützenverein am 24. März die Austragung des Spee-Pokals auf dem Schießstand in Altenklitsche sein. Der Verein werde zudem an seinen Aushängeschildern wie dem Stremme-, Zieten- und Firmenpokal festhalten, versicherte die Vorsitzende. Außerdem wird das Kreispokalschießen im September in Altenklitsche ausgetragen.