Genthin l Mit den Nachwuchsschwimmern Enno Steuer, Sven Brüske, René und André Ullrich, Anna Löhr, Jane Ladewig und Niklas Schneider waren sieben Starter aus der Region Genthin bei den Wettbewerben im Rettungssport im freien Gewässer dabei. Organisiert wurde das Event, an dem sich 250 Jugendliche beteiligten, vom DLRG-Landesverband Sachsen-Anhalt. Die jungen DLRG-Starter aus Genthin waren an die Costa Brava gereist, um in den Staffelwettbewerben Schwimmen, Board (Rettungsbrett) und Ski (Rettungskajak) zu starten. Daraus wurde allerdings nichts.

Aus Sicherheitsgründen sind die Genthiner Schwimmer nur in der Disziplin Board gestartet. „Das Wasser um zwölf Grad ist einfach zu kalt, das wollten wir unseren Startern nicht zumuten“, sagte Elko Bernau in einem Telefongespräch mit der Volksstimme.

Wassertemperaturen extrem niedrig

Bernau begleitet seit 2013 die Genthiner Jugendlichen bei den Wettkämpfen im Rettungssport in freien Gewässern und ist darüber hinaus als Kampfrichter im Einsatz. Auch so mancher „Profi“ habe auf einen Start verzichtet. „Unserer Schwimmer sind Neulinge, was den Rettungssport im Meer betrifft, dem müssen wir Rechnung tragen“, sagte Elko Bernau. Dass die niedrigen Wassertemperaturen „richtig wehtun“ werden, hatte der Betreuer und Trainer allerdings schon vor Abfahrt in Richtung Spanien prophezeit.

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Die genauen Platzierungen der Genthiner lagen ihm zum Zeitpunkt des Telefonats noch nicht vor. Elko Bernau geht davon aus, dass seine Schützlinge auf den Plätzen 15 bis 20 angekommen sind. „Ich bin damit sehr zufrieden. Schließlich haben wir sonst keine Trainingsmöglichkeit in freien Gewässern.“

Unruhen überschatten Besuch

Etwas überschattet wurde der einwöchige Aufenthalt der jungen Genthiner Rettungsschwimmer von den Unruhen in Katalonien. So machte die große Politik, die Unabhängigkeitsbestrebungen der Katalanen und die Festnahme des Separatistenführers Carles Puigdemont in Deutschland vor einigen Tagen, um das Freizeitprogramm der jungen Genthinern keinen Bogen.

Als Vorsichtsmaßnahme, um nicht in Demonstrationen und Auseinandersetzungen zu geraten, hat die Genthiner Truppe auf einen Tagesausflug nach Barcelona, der katalanischen Hauptstadt, verzichtet und ist auf eine kleinere Stadt, die nicht so sehr in den Schlagzeilen steht, ausgewichen. „Wir haben Sperrungen der Polizei auf den Autobahnen beobachtet.

Teure Reise

Man spürt schon, dass es im Land Spannungen gibt. In unserem Hotel war allerdings alles in Ordnung und von Unruhen keine Spur“, gab Bernau einen kurzen Lagebericht. Die Fahrt nach Spanien, die Unterbringung im Hotel sowie die Teilnahme am Training und an den Wettkämpfen gab es für die Genthiner Truppe nicht zum Nulltarif. Jeder Sportler musste einen dreistelligen Betrag aufbringen, um in Katalonien dabei zu sein.

Mit den Genthiner Jugendlichen war DLRG-Nachwuchs unter anderem aus Halle, Magdeburg, Merseburg und Hettstedt bei dem Event dabei.